Abo

Panik vor der ReiseWelche Phobien den Urlaub zur Qual machen und was dagegen hilft

Passagiere gehen vor der Anzeigetafel im Flughafen entlang

Copyright: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn

Was, wenn am Flughafen die Panik kommt? Solche Sorgen beschäftigen Menschen mit Agoraphobie.

Endlich frei, doch der Kopf spielt verrückt. Für viele Menschen wird die schönste Zeit des Jahres zum Albtraum – aber es gibt Hilfe.

Eine Reise zu buchen, die Koffer zu packen und fremde Orte zu entdecken: Das klingt für die meisten nach purem Glück. Für andere ist es der Anfang vom Ende. Bei ihnen macht sich schon vorher blanker Horror breit. Sie malen sich den Flug aus, die engen Hotelzimmer, den Blick aus großer Höhe oder die Menschenmassen am Strand. Solche Phobien können den Urlaub komplett ruinieren – doch sie sind weit verbreitet und lassen sich oft gut in den Griff bekommen.

Fachleute teilen Phobien meist in drei große Kategorien ein, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet und auch das Universitätsklinikum Giessen und Marburg online erläutert: Agoraphobie, soziale Phobie sowie spezifische Phobien. Was alle gemeinsam haben: Die Furcht ist an ganz bestimmte Auslöser gekoppelt und führt dazu, dass Betroffene diese um jeden Preis vermeiden wollen. Was heißt das konkret auf Reisen? Hier der Überblick:

Agoraphobie: Die Angst vor der Falle

Bei dieser Form herrscht die panische Sorge vor, an bestimmten Orten gefangen zu sein oder nicht flüchten zu können. Klassische Trigger sind öffentliche Plätze, riesige Menschenansammlungen oder eine fremde Umgebung. Im Urlaub werden dann Bahnhöfe, Flughäfen, proppenvolle Innenstädte oder auch öffentliche Verkehrsmittel zur absoluten Qual. Die Vorstellung, bei einer Panikattacke nicht aus dem Bus zu kommen, ist für Betroffene der blanke Horror.

Soziale Phobie: Panik vor den Blicken der Anderen

Betroffene haben eine Heidenangst davor, in Gesellschaft im Mittelpunkt zu stehen oder negativ aufzufallen. Auf Reisen kann das ständig passieren: beim Gespräch in einer fremden Sprache, beim Bestellen im Restaurant, beim Check-in im Hotel oder bei Gruppenreisen. Jede soziale Interaktion wird zur Zerreißprobe.

Spezifische Phobien: Wenn eine Kleinigkeit alles zerstört

Diese Form der Angst zielt auf ganz konkrete Dinge oder Situationen ab, zum Beispiel Tiere, Höhe oder geschlossene Räume. Im Urlaub sind das die echten Reise-Killer: die Flugangst (Aviophobie), die Höhenangst (Akrophobie), die Angst vor engen Fahrstühlen (Klaustrophobie) oder die Panik vor Tieren (Zoophobie) und Insekten (Entomophobie).

Doch es gibt Hoffnung! Solche Ängste sind behandelbar. Eine bewährte Methode ist die kognitive Verhaltenstherapie, eine besondere Art der Psychotherapie. Der erste Schritt für Betroffene, die Unterstützung benötigen, ist oft der Gang zur eigenen Hausarztpraxis. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Gesundheitsministerin Warken

Der Milliarden-Hammer

Krankenkassen-Kosten explodieren – was auf Versicherte zukommt