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Mega-Sperrung am RheinStrecke nach Troisdorf monatelang dicht – auch Fähren im Einsatz

Großbaustelle

Copyright: Hannes P Albert/dpa

Die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden ist für den Zeitraum vom 10. Juli bis zum 12. Dezember dieses Jahres geplant. (Symbolfoto)

Rechte Rheinstrecke: Fünf Monate lang kein Zugverkehr

Für unzählige Reisende zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen steht eine schwere Zeit bevor: Die Bahnstrecke am rechten Rheinufer zwischen der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und Troisdorf wird für fünf Monate komplett stillgelegt. Wegen massiver Bauvorhaben rollt auf diesem Abschnitt vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 kein einziger Zug.

Die Deutsche Bahn hat über den Stand der Dinge informiert. Laut dem Konzern verlaufen die Vorbereitungen wie geplant. Momentan koordiniert das zuständige Team den genauen Prozess mit den Baufirmen und sorgt für die Einlagerung von Materialien wie Kabeln und Fliesen, um für die riesige Baustelle gerüstet zu sein.

Wie kommen Reisende trotzdem ans Ziel?

Die Bahn sichert ein großes Ersatzkonzept mit Bussen auf insgesamt 13 verschiedenen Routen zu. „Diese bedienen die entfallenden Zughalte in Bahnhofsnähe und teils weitere gut erreichbare Haltestellen“, so die Mitteilung des Konzerns. Durch eine engere Taktung soll es sogar mehr und häufigere Fahrtmöglichkeiten geben.

Für zügige Fahrten sollen spezielle Expresslinien eingerichtet werden, und zwar zwischen Wiesbaden, Rüdesheim und Koblenz sowie auch zwischen Koblenz, Bad Honnef, Bonn-Ramersdorf und Troisdorf. Für den Transport von Schülerinnen und Schülern sind ebenfalls extra Touren vorgesehen.

Umstieg aufs Wasser: Fähre wird zum Zug-Ersatz

Ein besonderer Kniff im Ersatzplan: Sogar die Rheinfähren werden mit eingespannt. Die Fähre für Passagiere mit dem Namen „Nixe“ wird den Strom zwischen Erpel am rechten Ufer und Remagen überqueren, das gab der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV) bekannt. So erreichen Sie die Verbindungen zum linksrheinischen Schienennetz.

An Werktagen von Montag bis Freitag startet das Schiff um 7.00 Uhr und 7.30 Uhr in Erpel, während es in Remagen um 7.15 Uhr und 7.45 Uhr ablegt. Am Nachmittag wird zwischen 13.30 Uhr und 18.00 Uhr ein halbstündiger Takt angeboten. An Wochenenden sowie an Feiertagen verkehrt die „Nixe“ laut SPNV ab 12.30 Uhr ebenfalls im Halbstundentakt von Erpel aus.

Die erfreuliche Nachricht bei den Fahrkarten: „Die Fähren erkennen bereits heute Fahrkarten des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) und das Deutschlandticket an“, erklärt Udo Scholl, der Geschäftsführer der Rheinfähre Linz-Kripp GmbH. Für die Zeit der Sperrung ist geplant, dass auch weitere Bahntickets ihre Gültigkeit behalten.

Wo finde ich die neuen Verbindungen?

Alle alternativen Routen lassen sich digital über bahn.de, den DB Navigator oder die Apps der regionalen Verkehrsverbünde RMV, SPNV-Nord und Go.Rheinland einsehen. Unter der Adresse bahn.de/ersatzverkehr-rechter-rhein hat die Bahn eine eigene Webseite dafür online gestellt. Eingesetzt werden moderne und einheitliche Fahrzeuge, die mit WLAN und teilweise auch mit Toiletten ausgestattet sind.

Achtung: Auch linksrheinisch kommt es zu Einschränkungen

Doch es gibt einen Haken: Die Sperrung wirkt sich auch auf die gegenüberliegende Rheinseite aus. Der gesamte Gütertransport wird während der Bauzeit hauptsächlich auf die linksrheinische Route verlagert. Das sorgt ebenfalls dort für Probleme im Regionalverkehr.

Im Detail bedeutet das: Die RB 26 verkehrt zwischen Bingen und Mainz von Montag bis Freitag nur noch im Stundentakt anstatt alle 30 Minuten. Ein zusätzlicher Zug der Linie RE 2 springt zwar alle zwei Stunden ein, bedient aber nicht jeden Halt. Weitere teilweise Ausfälle betreffen die Linien RB 32, RB 23, RB 33, RE 15, RB 30 und RB 48. Auch Züge des Fernverkehrs werden umgeleitet oder gestrichen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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