Grill-Gefahr für Kinder: Chefarzt warnt vor Krebs
Gefährlicher Grill-FehlerArzt warnt vor Krebs-Gefahr – besonders Kinder sind betroffen

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Grillen mit Vorsicht: Wegen ihres geringeren Körpergewichts und eines weniger ausgereiften Entgiftungssystems reagieren Kinder empfindlicher auf Schadstoffe im Grillgut.
Die Grillsaison ist in vollem Gange, doch im Rauch lauert eine unsichtbare Gefahr. Ein Chefarzt schlägt Alarm: Bestimmtes Grillgut kann krebserregend sein – und gerade für Kinder ist das Risiko hoch.
Mariniertes Fleisch und knackige Würstchen gehören für viele zum Grillen einfach dazu. Doch wer am Rost nicht aufpasst, riskiert, dass krebserregende Substanzen auf dem Teller landen. Prof. Steffen Pistorius, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Asklepios-ASB Klinik Radeberg, warnt eindringlich, besonders wenn Kinder mitessen. Studien zeigen: Ein hoher Konsum von stark gegrilltem und verarbeitetem Fleisch kann das Risiko für Darmkrebs erhöhen.
Diese Schadstoffe lauern im Grillrauch
Hohe Temperaturen und tropfende Marinade sind die Hauptursachen für die gefährlichen Stoffe. Bei über 150 Grad können im Fleisch sogenannte heterozyklische aromatische Amine (HAA) entstehen, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen.
Wenn Fett oder Marinade in die Glut tropfen und verbrennen, wird es noch gefährlicher. Dann bilden sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die sich mit dem Rauch auf dem Grillgut ablagern. Einige dieser Stoffe gelten laut Experte Pistorius als krebserregend.
Besonders heikel wird es bei gepökeltem Fleisch wie Bockwürsten, Wienern, Kasseler oder Speck. Beim Grillen entstehen hier Nitrosamine. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt: Die meisten dieser Verbindungen haben sich in Tierversuchen als krebserzeugend erwiesen.
Warum Kinder besonders gefährdet sind
Schadstoffe wirken im Körper von Kindern deutlich intensiver als bei Erwachsenen. Der Grund ist simpel: ihr geringeres Körpergewicht. „Außerdem ist das Entgiftungssystem von Kindern nicht so ausgereift wie das von Erwachsenen“, erklärt Pistorius. Das bedeutet, Schadstoffe werden viel langsamer und schlechter abgebaut. Der Schutz der Kleinsten ist daher umso wichtiger.
So schützt ihr eure Kinder beim Grillen
Schon kleine Änderungen können eine große Wirkung haben. Verkohltes oder sehr dunkel gebräuntes Fleisch gehört nicht auf den Kinderteller. Diese schwarzen Stellen enthalten eine hohe Konzentration an Schadstoffen. Am besten sorgt ihr dafür, dass das Grillgut gar nicht erst zu dunkel wird.
Ein weiterer wichtiger Tipp: Nutzt Grillschalen, damit kein Fett in die Glut tropft. Doch Vorsicht bei Aluschalen! Laut BfR kann dabei Aluminium auf das Essen übergehen. Für den gelegentlichen Gebrauch sei es aber vertretbar. Der Rat der Behörde: Salzt und würzt erst ganz am Ende, da Salz und Säure das Aluminium leichter lösen. Bessere Alternativen sind Schalen aus Edelstahl.
Was aber auf keinen Fall auf den Grill gehört, sind gepökelte Fleischprodukte. Ein Blick auf die Zutatenliste entlarvt sie: Stehen dort Begriffe wie Nitritpökelsalz, Natriumnitrit oder die E-Nummer E 250, solltet ihr das Produkt vom Rost fernhalten, um die Bildung von Nitrosaminen zu vermeiden. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
