Arzt warnt: Beliebte Kopfhörer fördern Infektionen
„Dann freuen sich Bakterien“HNO-Arzt warnt: Diese Kopfhörer können Entzündungen auslösen

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Die Kopfhörer lassen noch Luft an die Ohren? Sehr gut - andernfalls begünstigt man womöglich Entzündungen.
Alarm für Musik-Fans: Darum sind diese Kopfhörer ein Risiko für Ihr Gehör. Sie liefern grandiosen Klang, bergen aber ein ernstes Risiko. Ein Mediziner schlägt nun Alarm wegen eines weit verbreiteten Kopfhörer-Modells und erklärt, worauf jeder achten muss.
Eine gute Belüftung ist für die Ohren essenziell. Sammelt sich nämlich Nässe an, drohen schmerzhafte Infektionen im Gehörgang. Personen, die dafür anfällig sind, müssen beim Kauf von Hörern besonders aufpassen.
Speziell bei sensiblen Ohren rät der HNO-Arzt Prof. Thomas Deitmer von Over-Ear-Kopfhörern ab. Hierbei handelt es sich um die ausladenden Varianten, die das Ohr komplett umschließen. Der Haken an der Sache: „Dadurch wird es im Gehörgang warm und zunehmend feucht. Dann freuen sich die Bakterien.“ Wenn diese sich rasant ausbreiten, ist der Grundstein für eine Entzündung gelegt.
Welche Modelle weniger problematisch sind
Laut dem Mediziner stellen „On-the-Ear“-Hörer ein geringeres Risiko dar. Jene Modelle sind kompakter und liegen lediglich auf der Ohrmuschel auf, was eine bessere Luftzirkulation ermöglicht. Ähnliches trifft auf In-Ear-Stöpsel zu, sofern sie nicht zu fest sitzen.
Eine Ausnahme bilden jedoch In-Ear-Varianten mit Kappen aus Silikon, die für einen festen Sitz tief in den Gehörgang geschoben werden. Deitmer erläutert den Nachteil: „Das hat den Effekt, dass man eine feuchte Kammer erzeugt und leichter Entzündungen entstehen.“
Erste Hilfe bei Ohren-Beschwerden
Sobald das Ohr schmerzt oder gar Sekret austritt, lautet die Empfehlung des Mediziners: „Die Gebrauchszeit reduzieren und Luft an die Ohren lassen.“ Ebenso entscheidend ist die regelmäßige Säuberung der Kopfhörer. Hierfür sollten die Anweisungen des jeweiligen Produzenten beachtet werden.
Warum Ohrstöpsel keine Dauerlösung sind
Wie steht es um Ohrstöpsel, etwa zum Schutz vor Lärm? Hier ist ebenfalls Zurückhaltung gefragt. Der HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing warnt davor, diese regelmäßig zu verwenden. Einer der Gründe ist, dass dadurch das Cerumen (Ohrenschmalz) zurück in den Gehörgang geschoben wird.
Eine Ausnahme könne ein lautes Konzert oder extremer Krach im Hotel sein. „Aber es sollte keine Routine sein.“ Dies trifft insbesondere auf die nächtliche Nutzung wegen eines schnarchenden Partners zu. Der Mediziner gibt hierzu einen unerwarteten Ratschlag: „Besser wäre es, dann den anderen zum HNO-Arzt zu schicken, um die Ursachen für das Schnarchen abzuklären.“ (dpa/red)
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