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Fiese TV-FalleWer diese speziellen Filme schaut, wird sehr schnell dick

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Ein Button für den direkten Start der App des Streaming-Anbieters Netflix. Wer regelmäßig Actionfilme schaut, läuft Gefahr, schnell an Körpergewicht zuzunehmen.

Köln – Wenn Jason Statham, Angelina Jolie oder Will Smith sich umgeben von Flammen und einstürzenden Hochhäusern, mit Terroristen Schusswechsel liefern, Attentate vereiteln, es mit Außerirdischen aufnehmen, kurzum: die Welt retten – dann kann man schon mal vergessen, dass man selbst vor dem Fernseher gerade zum zwanzigsten Mal in die Chips-Tüte gegriffen hat.

Das ist durchaus verständlich – und nun auch Gegenstand der Wissenschaft. US-Forscher haben nachgewiesen, dass Actionfilme tatsächlich eher zum Naschen anregen als etwa Talkhows. Eine echte Dickmacher-Falle.

Zunehmen durch Filme: TV und Radio lenken vom Essen ab

Dass Fernsehen an sich uns vom Essen ablenkt und wir dadurch mehr zu uns nehmen, ist schon länger bekannt. Wenn man während der Mahlzeit liest, Radio hört oder sich unterhält, hat das allerdings die gleiche Auswirkung, so die Wissenschaftler in einer Studie, die online im Fachmagazin JAMA Internal Medicine erschienen ist.

Alles zum Thema Angelina Jolie

Bislang habe es jedoch noch keine Untersuchungen dazu gegeben, inwiefern der Inhalt eines Films, sein Sound und sein Bildschnitt sich auf unser Naschverhalten auswirken, schreiben die Forscher.

Durch Filme zunehmen: Fernsehabend mit 95 Studenten untersucht

Um diesen Zusammenhang zu erörtern, bescherte das Team um Aner Tal von der Cornell University, Ithaca, New York, 95 Studenten einen Fernsehabend mit vielen Snacks. Die Probanden wurden in drei Gruppen aufgeteilt, die je zwanzig Minuten fernsahen: Einige Studienteilnehmer schauten den Action-Film „The Island“ mit Ton, andere ohne Ton und eine weitere Gruppe sah die US-Talk-Show „Charlie Rose“.

Als Naschwerk wurden gereicht: M&Ms, Kekse, Weintrauben und Karotten. Vor und nach der Sequenz wurden die Snacks gewogen, um auszumachen, wie viel jeder Zuschauer gegessen hatte.

Das Ergebnis: Diejenigen, die den Action-Streifen mit Ton konsumiert hatten, griffen umso öfter in die Snackkiste: Sie aßen 98 Prozent mehr Süßigkeiten als die Charlie-Rose-Zuschauer (206 vs.104 Gramm) – und konsumierten so schlappe 65 Prozent mehr Kalorien.

Wer „The Island“ ohne Ton sah, aß immerhin 36 Prozent mehr Snacks als die Charlie-Rose-Gruppe (142 vs. 104 Gramm), macht 46 Prozent mehr Kalorien. Die Ergebnisse waren bei beiden Geschlechtern ähnlich, bei Männern jedoch etwas stärker ausgeprägt als bei Frauen.

Je mehr Action im Film, desto mehr isst man

Die Wissenschaftler sind sich sicher: Je stärker der Inhalt eines Films uns ablenkt, umso mehr essen wir. Ein Film mit viel Abwechslung in Bild und Ton ist schlecht für unsere Ernährung. Was lernen wir daraus?

Entweder wir sehen einen spannenden Film und nehmen zu - oder wir langweilen uns und nehmen ab. Wer allerdings die gleiche Figur haben möchte wie Jason Statham oder Angelina Jolie, muss gegebenenfalls den Fernseher ausmachen, von der Couch aufstehen – und selbst die Welt retten. (rer)