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Garten-Saison startetDiese 7 Fehler solltet ihr bei der Aussaat unbedingt vermeiden

Messebesucherin schaut sich Saatgut an

Copyright: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-tmn

Die Qual der Wahl: Samentütchen verlocken, doch nicht alles passt am Ende in den Garten.

Die Gartensaison ruft, aber ein einziger Patzer kann die ganze Mühe zunichtemachen.

Endlich sprießt es draußen wieder und die farbenfrohen Samentüten in den Geschäften üben eine fast magische Faszination aus. Man will am liebsten sofort loslegen. Aber Achtung: Eine durchdachte Vorbereitung ist der Schlüssel, damit die Aufzucht im eigenen Garten auch ein voller Erfolg wird.

Die Auswahl im Geschäft ist überwältigend: hier eine Sorte kleiner Tomaten, dort eine für den Salat, und dann noch Peperoni, scharfe Chilis und Kürbisgewächse. Dabei übersieht man leicht den tatsächlichen Platzbedarf auf dem Fensterbrett und im Beet. Ganz zu schweigen von dem Aufwand, der damit verbunden ist.

Tipp 1: Weniger ist mehr

Der entscheidende Ratschlag von Blumen-Gestalterin und Geschäftsfrau Jora Dahl lautet, wie die dpa meldet: „Weniger ist mehr“. Jede einzelne Tüte enthält zahlreiche Samen, und jeder Keimling benötigt Pflege. Entscheidet euch besser für eine überschaubare Auswahl von etwa zwölf unterschiedlichen Gewächsen. Was dann noch fehlt, lässt sich problemlos als junge Pflanze im Gartencenter ergänzen.

Tipp 2: Das perfekte Timing für die Saat

Ein häufiger Fehler ist der verfrühte Start. Laut Gärtnermeisterin Hanna Strotmeier genügt es absolut, gegen Ende März mit dem Säen anzufangen. Zwar benötigen Paprika und Chili etwas mehr Zeit, doch das kräftigere Licht des Frühjahrs bietet den idealen Moment zum Starten. Jora Dahl legt sogar erst in der Zeit von Ende März bis Anfang April los. Dadurch gedeihen die Keimlinge schneller, und das lästige Umtopfen entfällt häufig.

Tipp 3: Die passende Erde macht den Unterschied

Für eine gelungene Aussaat ist die korrekte Erde fundamental, betont Hanna Strotmeier. Sie muss wenige Nährstoffe enthalten, Feuchtigkeit gut halten und eine lockere Beschaffenheit aufweisen. Spezielle Aufzuchterde vom Profi ist hier die beste Wahl. Wichtig bei den Töpfen sind Löcher im Boden, damit zu viel Wasser entweichen kann. Platten für die Anzucht mit einem Deckel sind optimal, um die Feuchtigkeit in der Erde zu bewahren.

Tipp 4: Der optimale Platz für eure Keimlinge

Wärme und Helligkeit sind die Schlüsselfaktoren. Ein lichtdurchfluteter Ort, der aber vor praller Sonne geschützt ist, eignet sich hervorragend. „Es ist wichtig, dass die Pflanzen, nachdem sie ihre Keimblätter gebildet haben und auch nach dem Vereinzeln, hell stehen“, erklärt Strotmeier. Auf diese Weise wird ihr Wuchs gedrungen. Beachtet die Angaben zur optimalen Temperatur auf der Samenpackung. Wenn es zu warm und gleichzeitig zu dunkel ist, neigen die Pflanzen zum „Vergeilen“, was bedeutet, sie werden lang und kraftlos.

Tipp 5: Gute Betreuung von Beginn an

Das Substrat muss durchgehend leicht feucht gehalten werden, darf aber auf keinen Fall durchnässt sein. Wachsen die Keimlinge zu eng beieinander, ist ein Vereinzeln notwendig. Schimmel stellt in Mini-Gewächshäusern eine erhebliche Gefahr dar. Jora Dahl empfiehlt, zweimal am Tag zu lüften oder den Deckel komplett wegzulassen. Fallen die jungen Pflanzen um, sind oft zu viel Nässe, ein schattiger Platz oder eine Pilzerkrankung die Ursache. „Die geschädigten Sämlinge entfernt man, und das Aussaatgefäß mit den übrigen Pflanzen wird heller und trockener gestellt“, so der Rat der Fachfrau.

Tipp 6: Gewöhnung an draußen für robuste Gewächse

Gewächse, die drinnen aufgewachsen sind, benötigen eine schrittweise Anpassung an die Außenwelt. An Tagen mit bewölktem Himmel können sie bei circa 15 Grad Celsius zeitweise nach draußen. Zum Abend hin kommen sie zurück ins Haus. Nach einer Weile dürfen die Pflanzen draußen übernachten, geschützt durch ein Vlies, vorausgesetzt, die Temperaturen sinken nachts nicht unter 13 Grad.

Tipp 7: Ab ins Beet!

Wenn die Eisheiligen Mitte Mai vorüber sind, ist es Zeit für den finalen Umzug ins Gartenbeet. Jora Dahl unterstreicht erneut: „Man sollte einfach nicht zu früh mit der Anzucht beginnen.“ Selbst Blumen, die erst im April ausgesät wurden, zeigen ab Mitte Juli ihre volle Pracht. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Bestsellerautorin, Comedienne und Krankenschwester Katrin Iskam in ihrem Garten

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Katrin Iskam sagt, wie's geht (und welche Fehler sie gemacht hat)