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Der große SMS-AbsturzNutzung der Kurznachricht in nur einem Jahr fast halbiert

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Was tun - eine SMS schicken oder doch lieber einen Chatdienst nutzen?

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Die SMS ist fast tot: Nutzung hat sich halbiert

Das Ende der SMS kommt immer schneller. In Deutschland flatterten letztes Jahr gerade mal 2,9 Milliarden dieser kurzen Nachrichten durchs Netz. Diese Information stammt von der Bundesnetzagentur, die sie auf Nachfrage herausgab.

Ein regelrechter Sturzflug: Die Menge hat sich innerhalb von nur einem Jahr beinahe halbiert! Im Jahr 2024 belief sich die Zahl laut offiziellen Daten noch auf 5,2 Milliarden. Das bedeutet im Schnitt: Pro SIM-Karte wurden monatlich nur noch rund zwei dieser Nachrichten versendet.

Warum die SMS stirbt: WhatsApp & Co. übernehmen

Die Ursache für das Verschwinden der SMS ist offensichtlich: Dienste zum Chatten wie WhatsApp, Threema, Signal oder auch der Facebook Messenger dominieren inzwischen den Markt. Daran ändert auch nichts, dass die Nachrichten, die mal viel Geld kosteten, mittlerweile in den meisten Flatrate-Verträgen enthalten sind und keine Extrakosten mehr nach sich ziehen.

Eine Weile lang schrumpfte die Nutzung nur langsam, von 5,8 Milliarden im Jahr 2022 auf 5,3 Milliarden im Jahr 2023. Aber nun die krasse Wende: Ihren absoluten Zenit erreichte die SMS im Jahr 2012. Zu dieser Zeit gingen in Deutschland unglaubliche 59,8 Milliarden Mitteilungen raus – das ist ungefähr das Zwanzigfache der heutigen Menge! Kaum zu glauben.

Auch Banken wenden sich ab: Ist die SMS nicht mehr sicher?

Doch für den extremen Einbruch im Vorjahr gibt es noch eine weitere Ursache, die für viele relevant ist. Zunehmend mehr Geldinstitute und Unternehmen nutzen keine SMS mehr, um die Identität ihrer Kundschaft zu bestätigen. Anstelle der TAN per SMS werden jetzt alternative, zeitgemäßere Sicherheitsverfahren angewendet.

Diese Entwicklung wird ebenfalls von Vodafone bekräftigt. „Die SMS verliert an Bedeutung: Wir chatten längst über WhatsApp und Co. – vor allem die Jüngeren“, so Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot. Er fügt hinzu: „Und auch Banken und Online-Dienste steigen immer öfter auf Apps und moderne Sicherheitsverfahren um. Das Ergebnis ist ein deutliches Datenwachstum im Netz und immer weniger SMS.“ Der Top-Manager prognostiziert, dass die Abkehr von der SMS sich in den nächsten Jahren weiter verstärken wird.

Nicht nur die SMS: Auch das normale Telefonat ist out

Aber nicht allein die SMS befindet sich im Sinkflug. Das traditionelle Telefonat vom Festnetzanschluss verliert ebenfalls stark an Zuspruch. Die Bundesnetzagentur meldet für das Vorjahr 47 Milliarden Minuten an Gesprächen von Festnetz-Apparaten, was einem Minus von 10 Milliarden gegenüber 2024 entspricht. Der negative Trend hat sich in diesem Bereich ebenfalls verstärkt.

Sogar die Anzahl der Minuten bei Mobilfunk-Telefonaten ging 2025 um 16 Milliarden auf 132 Milliarden zurück. Anstatt auf die klassische Art zu telefonieren, bevorzugen zahlreiche Leute für ihre Unterhaltungen die Anruffunktionen per Video oder Audio von Diensten wie WhatsApp und Co. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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