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Bei Pinar AtalayWadephul rechtfertigt Milliardenhilfe für Ukraine: „Die Russen entführen Kinder“

Außenminister Johann Wadephul sprach bei „Pinar Atalay“ über den russischen Krieg gegen die Ukraine. (Bild: ntv)

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Außenminister Johann Wadephul sprach bei „Pinar Atalay“ über den russischen Krieg gegen die Ukraine. (Bild: ntv)

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Bei seinem Kiew-Besuch hat Friedrich Merz der Ukraine ein weiteres Hilfspaket zugesichert. Im ntv-Talk „Pinar Atalay“ verteidigte nun Außenminister Johann Wadephul (CDU) die finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine.

Johann Wadephul findet, dass Deutschland „immer an der Seite von überfallenen, von angegriffenen Menschen stehen“ sollte. Zuletzt hatte Kanzler Friedrich Merz der Ukraine bei einem Besuch weitere Unterstützung zugesagt. Dies sei unabdingbar, betonte der Außenminister am Montagabend (5. Oktober) im ntv-Talk „Pinar Atalay“: „Die Russen entführen Kinder nach Russland, nehmen sie ihren rechtmäßigen Eltern einfach weg - was ist das schon für eine schreckliche Tat? Vergewaltigen, morden, foltern, töten. All das geschieht in den von Russland besetzten Gebieten.“

Man dürfe „nicht geschehen lassen“, dass sich ein Aggressor durchsetze, mahnte der CDU-Mann, „weil es natürlich zur Nachahmung animiert“. Zudem müsse man davon ausgehen, „dass Russland weitergehende Pläne hat“, ergänzte Wadephul: „Da gibt es wohl schon den Anspruch, die Idee, die Vorstellung, das wiederherzustellen, was mal Sowjetunion war.“

Wadephul: Russland befindet sich „auch in einer gewissen Weise in einer Sackgasse“

Das stelle auch für die Bundesrepublik eine Gefahr dar. „Wir sind ja nicht erst dann angegriffen, wenn man in Deutschland angreift“, gab der Unions-Politiker hinsichtlich des NATO-Bündnisfalls zu bedenken, „sondern wir sind dann angegriffen, wenn die Grenze nach Polen, die Grenzen nach Estland, Lettland, Litauen beispielsweise überschritten werden.“

Zudem verwies Wadephul auf den Drohnen-Vorfall in Leipzig sowie die wiederholten Cyber-Attacken. „Wir werden ja jetzt schon angegriffen“, merkte er an. „Also es ist ja nicht so, dass gar nichts geschähe.“ Von einem Krieg wolle er derzeit dennoch nicht sprechen: „Derzeit sehen wir ihn nicht.“

Gleichzeitig müsse Russland wissen, dass es „ein unkalkulierbares Risiko“ sei, „sich mit uns anzulegen“. Darüber hinaus sei Putins Land „sehr geschwächt“, argumentierte Wadephul. „Russland hat mal gedacht, das wäre eine Sache von drei Tagen - dann hätte man Kiew erobert und dann könnte man das Land unterwerfen.“

Damit habe sich der Kreml jedoch „völlig verkalkuliert“ und befinde sich „auch in einer gewissen Weise in einer Sackgasse“. Somit benötige auch Russland selbst eine Lösung, wie Wadephul resümierte: „Alle brauchen eine Lösung. Wir alle wollen eine Lösung für diesen Krieg.“

Die ganze Ausgabe von „Pinar Atalay“ steht bei RTL+ zum Abruf bereit. (tsch)