Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

+++ EILMELDUNG +++ Angeklagte schweigen zum Prozess-Auftakt „Kölner Drogenkrieg“ – brisantes Video als Schlüsselbeweis?

+++ EILMELDUNG +++ Angeklagte schweigen zum Prozess-Auftakt „Kölner Drogenkrieg“ – brisantes Video als Schlüsselbeweis?

Russland nicht mehr sicherPutin machtlos: Er verliert 150 Millionen auf einen Schlag

Der russische Präsident Wladimir Putin (Mitte) besucht am 2. Oktober 2026 einen Beobachtungsposten während einer Übung auf einem Truppenübungsplatz.

Copyright: AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin (Mitte) besucht am 2. Oktober 2026 einen Beobachtungsposten während einer Übung auf einem Truppenübungsplatz.

Aktualisiert:

Ukrainische Drohnen haben einen russischen Militärflugplatz im Süden Russlands angegriffen. Laut dem Geheimdienst SBU wurden zwei Kampfjets und ein Munitionslager getroffen.

Die ganze Nacht lang dauert der Angriff, so berichten es Anwohner. Über dem Militärflugplatz Chanskaja im Süden Russlands lodern Flammen in den Himmel. Rund 500 Kilometer von der Ukraine und der Front entfernt konnte sich Putins Luftwaffe bislang sicher fühlen. Diese Gewissheit fand nun wohl ein Ende.

Laut ukrainischem Sicherheitsdienst SBU haben Drohnen der Spezialeinheit „Alpha“ auf dem Flugplatz in der Republik Adygeja zwei Kampfjets getroffen: einen Mehrzweckjäger vom Typ Su-35 und einen Jagdbomber vom Typ Su-34. Getroffen wurde demnach auch ein Munitionslager auf dem Gelände.

Schaden für Putin dürfte groß sein

Der Schaden für Putin dürfte groß sein: Der Geheimdienst schätzt den Wert einer Su-35 auf umgerechnet rund 100 Millionen und den einer Su-34 auf rund 50 Millionen US-Dollar.

Für Kiew zählt aber mehr, was das Ziel der Maschinen ist: „Beide Flugzeuge sind Träger von gelenkten Fliegerbomben, die der Feind massiv entlang der Frontlinie und gegen ukrainische Städte einsetzt“, erklärte der SBU.

Diese Gleitbomben sind eine der gefürchtetsten Waffen Russlands in diesem Krieg. Die Kampfjets werfen sie aus sicherer Entfernung ab. Danach gleiten die Bomben ferngesteuert kilometerweit ins Ziel. Die Su-34 kann laut „Kyiv Independent“ verschiedene Gleit- und Sprengbomben sowie Luft-Boden-Raketen abwerfen. Sie wird außerdem zur Aufklärung und zur elektronischen Kampfführung eingesetzt.

Die Su-35 ist eigentlich für den Luftkampf gebaut, kann aber auch Bodenziele angreifen. Sie gilt als eines der modernsten Kampfflugzeuge, über die Russland derzeit verfügt.

Satellitenbilder sollen Zerstörung zeigen

Unabhängige Beobachtungskanäle haben Satellitenbilder von den Explosionen veröffentlicht. Sie sollen Schäden auf dem Flugplatz Chanskaja zeigen. Den Aufnahmen zufolge sollen beide Jets vollständig zerstört worden sein. Unabhängig überprüfen lässt sich das Ausmaß der Schäden allerdings nicht, betont der „Kyiv Independent“.

„Der SBU nimmt systematisch russische Militäreinrichtungen ins Visier und schwächt damit beständig dessen Fähigkeit, Krieg gegen die Ukraine zu führen“, teilte der Geheimdienst weiter mit. Und weiter: „Feindliche Angriffe auf ukrainische Städte, zivile und kritische Infrastruktur werden nicht unbeantwortet bleiben.“

Moskau meldet 559 abgeschossene Drohnen

Das russische Verteidigungsministerium stellt die Nacht anders dar. Es behauptet, die Flugabwehr habe zwischen 20 Uhr am 3. Oktober und 8 Uhr am 4. Oktober insgesamt 559 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Die Drohnen seien über mehreren russischen Regionen geortet worden, auch über Adygeja, außerdem über der besetzten Krim sowie dem Schwarzen und dem Asowschen Meer. Auch diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Für Chanskaja ist es nicht der erste Angriff. Schon im Oktober 2024 hatte der ukrainische Generalstab einen erfolgreichen Angriff auf den Flugplatz gemeldet, bei dem ein Munitionslager getroffen wurde. 

Serie von Angriffen auf Russlands Luftwaffe

Der jüngste Schlag reiht sich in eine Serie von Angriffen ein. Erst in der Nacht zum 16. September traf die Ukraine nach Angaben ihres Generalstabs einen russischen Su-24-Bomber auf dem Stützpunkt Saki auf der besetzten Krim.

Die Strategie dahinter: Mit Langstreckendrohnen greift die Ukraine immer wieder russische Militärflugplätze, Munitionslager und andere Rüstungsanlagen an. Sie will so Moskaus Fähigkeit schwächen, weitere Angriffe auf die Ukraine zu starten. Die Botschaft an die Russen: Selbst weit hinter der Front gibt es keine Sicherheit mehr. (mg)