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„Bin nicht so der Urlaubstyp“Was Andrea Sawatzki statt dessen macht

Eine rothaarige Frau lacht in die Kamera, im Hintergrund strahlt die Sonne über Hausdächern.

Das strahlendste Lachen im deutschen TV: Andrea Sawatzki – hier im August 2024.

Andrea Sawatzki (62) ist nicht der Typ für Urlaub, was sie stattdessen macht und was für sie das Geheimnis einer glücklichen Ehe ist, hat sie uns erzählt.

Im neuen Film um die „Familie Bundschuh“ (Montag, 1. September, 20.15 Uhr im ZDF, und in der Mediathek) gehts für Gundula und Gerald zum Campen – um die brüchige Ehe zu retten. Schauspielerin Andrea Sawatzki (62) spricht mit EXPRESS über ihren neuen Film, Tipps für eine glückliche Ehe, ihren ganz persönlichen Roman „Biarritz“ und über ihre ungewöhnliche Art, Urlaub zu verbringen.

„Ich war in meinem Leben nur einmal auf einem Campingplatz. Das war im Alter von 16 Jahren. Nachdem mein Vater gestorben war, hatte meine Mutter uns einen kleinen Campingwagen an der Atlantikküste gemietet“, erzählt Sawatzki über ihre eigenen Campingerfahrungen. „Da waren wir drei Wochen und ich fand es sehr schön – man hatte das Gefühl, ein eigenes kleines Häuschen zu haben.“

Andrea Sawatzki hilft Hunden in Rumänien

Generell sei sie nicht so sehr der Urlaubstyp – „und wenn, dann eigentlich immer Andalusien“. Wenn „mal fünf Tage Zeit“ seien, gehe es auch nicht auf Städtetrips, sondern: „Im Vordergrund stehen dann Reisen nach Rumänien in Hundetötungsstationen. Das ist für mich die beste Art, meine Freizeit zu verbringen.“ In diesen Tötungsstationen werden Hunde nach einer kurzen Frist eingeschläfert, wenn sie nicht adoptiert werden. „Es ist extrem belastend und ich hätte mir nie vorstellen können, dass es so grauenhaft ist, wie die Hunde gehalten werden, teilweise schwer verletzt und traumatisiert.“ Für die WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ hat Sawatzki dort die Doku „Rumäniens vergessene Hunde“ (in der Mediathek zu sehen) gedreht.

Auch interessant: Andrea Sawatzki & Ehemann Christian Berkel – ein emotionales Gespräch übers Altern

Einfacher zu verdauen ist der neue „Bundschuh“-Film. Da kriselt es zwischen Gundula (Sawatzki) und Gerald (Axel Milberg). Es wird gestichelt und gelogen – Kommunikation und Wertschätzung: Fehlanzeige. Aus ihrer Ehe mit Christian Berkel kennt Andrea Sawatzki sowas „zum Glück gar nicht“ – die beiden sind seit 1998 ein glückliches Paar. „Aber viele Zuschauer und Leser des gleichnamigen Buchs schrieben mir: ‚Woher kennen Sie meine Familie?‘“

Für die Schauspielerin und Autorin sind die Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung: „Respekt vor dem anderen. Freiraum, den man lassen muss. Neugier, die nur bleiben kann, wenn man den anderen nicht durchleuchten will. Und: Viel miteinander sprechen und lachen!“

Ein Mann im hellen Anzug und eine Frau in schicker Bluse stehen mit einem Kuchenpaket auf einem Campingplatz.

„Familie Bundschuh: Wir machen Camping“ ist bereits in der ZDF-Mediathek. Dieses Mal hat Gerald (Axel Milberg) Großes vor: Er hat einen Luxus-Camper gemietet, um seine Ehe mit Gundula (Andrea Sawatzki) aufzufrischen. Ob das wohl gelingt ...?!

Schlagzeilen machte sie zuletzt mit dem Roman „Biarritz“ über ihr oft schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. „Ich wollte nach ‚Brunnenstraße‘ eine Liebeserklärung für meine Mutter schreiben, was mir nur gelungen ist, indem ich mir ihr Leben vor Augen geführt habe – das, was sie durchgemacht hat, warum aus ihr dieser schweigende Mensch geworden ist, der sich mir gegenüber nicht öffnen konnte.“

In „Brunnenstraße“ verarbeitete sie die Alzheimer-Erkrankung ihres Vaters. Ob sie Angst hat, die Krankheit könnte auch sie treffen? „Nein – ich bin dankbar, dass ich gesund bin. Ich liebe das Leben, solange ich kann.“