Der Durchbruch gelang Antoine Monot schon lange zuvor: Seine vielleicht bekannteste Rolle hatte er dennoch als „Tech-Nick“ in der Werbung. Geschadet hat es ihm nicht: Bei RTL laufen nun zwei neue „Behringer und die Toten“-Krimis - eine Rolle, die er selbst mitentwickelt hat.
Mit dieser Werbefigur schrieb Antoine Monot Geschichte

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Ein Bamberg-Krimi: Antoine Monot ist am 3. und 10. März in zwei neuen Folgen der RTL-Krimireihe „Behringer und die Toten“ zu sehen. (Bild: RTL / Redseven Entertainment / Behrus Yazdanfar)

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„Wieso soll etwas, dem ich so viel zu verdanken habe, ein Fluch sein?“, sagt Antoine Monot Jr. über seinen Part als Gesicht der Saturn-Werbung. Durch die „Tech-Nick“-Rolle habe seine Karriere „einen irren Schub bekommen“. (Bild: Media-Saturn-Holding GmbH)
„Bei Technik-Fragen Tech-Nick fragen!“ - mit diesem Satz wurde Antoine Monot 2013 bundesweit bekannt. Als Werbegesicht einer Elektronikkette verkörperte er den schweigsamen Verkäufer „Tech-Nick“. In den Werbespots empfahl die Figur Produkte mit knappen Gesten und dem Slogan „Abgenickt von Tech-Nick!“. Vier Jahre lang war er in der Rolle zu sehen, bis heute ist sein Gesicht und seine Bekanntheit untrennbar mit der Werbefigur verbunden. Dabei hatte sich Monot zu diesem Zeitpunkt bereits als Schauspieler in Film und Fernsehen etabliert.

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Ricco (Florian Lukas, links), Floyd (Frank Giering, Mitte) und Walter (Antoine Monot) sind beste Freunde: Mit „Absolute Giganten“ feierte Antoine Monot 1999 seinen Durchbruch. (Bild: Warner)
Für Monot selbst war das Werbe-Engagement trotz des Risikos, für immer in einer Schublade zu verschwinden, überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Die Frage nach Fluch oder Segen des „Tech-Nicks“ stellte sich ihm gar nicht erst: „Wieso soll etwas, dem ich so viel zu verdanken habe, ein Fluch sein? Ich habe dadurch einen irren Schub bekommen, kann mir viel mehr Projekte aussuchen und bekomme auch anderes angeboten. Ich bin sehr dankbar, dass es mir so gut geht“, sagte er 2015 im teleschau-Interview.
Monot war schon früh ein „Tatort“-Fan

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In „Das Experiment“ spielteh Antoine Monot (links) unter anderem an der Seite von Oliver Stokowski (Bild). (Bild: Senator Film)

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Komödienerfolg mit dem Film „Schwere Jungs“ (2006). Von links: Gustl (Antoine Monot), Leusl Peter (Simon Schwarz), Franzl (Michael A. Grimm), Gamser (Sebastian Bezzel) wollen bei den Olympischen Spielen 1952 im Viererbob Gold holen. (Bild: 2006 Constantin Film, München)
Dass Monot überhaupt eine künstlerische Laufbahn einschlug, lag sicherlich auch an seinem Umfeld: Sein Vater ist der Komponist und Dirigent Jean‑François Monot, seine Mutter die Schauspielerin Gisela Monot. Nach dem Besuch einer Waldorfschule absolvierte er ein Regiestudium an der Schauspielakademie Zürich. Sein Kinodebüt gab er 1994 mit „Tschäss“. Den Durchbruch schaffte er 1997 mit dem Film „Absolute Giganten“: Das Coming-of-Age-Drama von Regisseur Sebastian Schipper erhielt beim Deutschen Filmpreis den Filmpreis in Silber, das Ensemble wurde bei einem Festival in Sotchi ausgezeichnet.

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Seit 2014 ermitteln sie in „Ein Fall für Zwei“ gemeinsam in Frankfurt: Benni Hornberg (Antoine Monot, links) und Leo Oswald (Wanja Mues). (Bild: ZDF/Bettina Mueller)
Danach übernahm Monot größere Rollen in Kinofilmen wie „Das Experiment“ (2001), „Lammbock“ (2001), „Schwere Jungs“ (2006) oder „Resturlaub“ (2011). Auch im Fernsehen war er präsent, unter anderem in mehreren Folgen der Krimireihe „Tatort“, und hatte Seriengastrollen in „Der Bulle von Tölz“, „Die Rosenheim-Cops“ und „Großstadtrevier“. Dass Monot häufig in Krimis auftauchte, hat einen guten Grund: „Ich bin mit dem 'Tatort' aufgewachsen und habe sonntags auf diese Filme hingefiebert, als ich eigentlich noch zu jung dafür war“, sagte er im teleschau-Interview. „Außerdem las ich viele Krimis: Agatha Christie, Sir Arthur Conan Doyle und Georges Simenons 'Maigret' - das waren meine Lieblingsautoren.“ Götz Georges „Schimanski“ oder Hansjörg Felmy als „Tatort“-Kommissar Haferkamp seien seine Kindheits-Idole gewesen.

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Glanzauftritt als Krimischurke: Im Schweizer „Tatort: Ihr werdet gerichtet“ war Antoine Monot (Szene mit Sarah Hostettler) 2015 als Racheengel mit Sniper-Gewehr zu sehen. (Bild: ARD / Degeto / SRF / Daniel Winkler)
Kaum verwunderlich also, dass er inzwischen selbst im Fernsehen ermittelt: Seit 2014 gehört er zur Hauptbesetzung der ZDF-Krimiserie „Ein Fall für zwei“. Parallel dazu übernahm er die Titelrolle in der RTL-Reihe „Behringer und die Toten - Ein Bamberg‑Krimi“, Die Grundidee für die Figur stammt von Monot und seiner Ehefrau, Handlung und Geschichten von einer Autorin, erklärte Monot 2024 im teleschau-Interview: Aus der Zusammenarbeit sei „ein Kommissar geworden, den man aufgrund seiner Art zu kommunizieren erst mal wenig zutraut.“ Auch zur Region hat Monot einen persönlichen Bezug: „Meine Familie kommt mütterlicherseits aus Plankenfels, das liegt zwischen Hollfeld und Bayreuth. Das Fränkische ist mir von Kindesbeinen an sehr vertraut“, erzählte er. Als Kind habe er eine Zeit in der Fränkischen Schweiz gelebt.

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Seot 2015 sind Antoine Monot und Moderatorin und Journalistin Stefanie Sick liiert. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)
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Fast wie „Tech-Nick“: Monot verkaufte einst Drucker
Monot lebt heute mit seiner Partnerin, der Journalistin und HSE24-Moderatorin Stefanie Sick, in einer Patchwork-Familie bei München. Die beiden kennen sich seit den Dreharbeiten zur ARD-Sitcom „Biggi“ im Jahr 1998 und sind seit 2015 ein Paar. Über sie sagte er im Interview mit dem Magazin „Gala“: „Stefanie ist nicht nur eine tolle Frau und ein sehr liebenswerter Mensch, sondern auch eine großartige Mutter.“ Zugleich zeigte er sich bescheiden, was seine Rolle im Familienleben mit Sicks drei Töchtern angeht: „Ich war nie ein Bonus-Papa. Die Kinder haben ihre Väter und ich bin den Kindern ein guter Freund geworden.“
Neben der Schauspielerei hat Monot noch ein weiteres Standbein: Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er ein Online-Handelsunternehmen. Handel sei eine „echte Leidenschaft“ von ihm, sagte Monot 2024 der teleschau: „Ich liebe es, mich in Excel-Tabellen zu vertiefen und dort nach Antworten zu suchen.“ Seine Anfänge als Unternehmer machte er - ganz im Sinne seiner späteren Werbefigur - mit dem Verkauf von Computer-Technik: „Als Anfang der Nullerjahre eBay nach Deutschland kam, habe ich dort Drucker verkauft. Ich kaufte die im Einzelhandel ein und mit sensationellen Margen weiter - weil damals galt eBay als hip und total günstig“, erzählte Monot lachend, (tsch)

