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Während andere nur weg wollenDiese Fotos aus dem Kriegsgebiet sind verstörend

Urlauber und Urlauberinnen genießen die Sonne am Strand in Dubai. Der AFP-Fotograf machte das Foto am 2. März 2026.

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Urlauber und Urlauberinnen genießen die Sonne am Strand in Dubai. Der AFP-Fotograf machte das Foto am 2. März 2026.

Aktualisiert

In Dubai herrscht Ausnahmezustand an den Flughäfen – an den Ständen zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Es sind Bilder aus der Golfregion – genauer gesagt aus Dubai –, die nachdenklich machen!

Während Israel und die US-Streitkräfte den Iran angreifen – reagiert der mit Gegenschlägen.

Wieder Explosionen in mehreren Golfstaaten

In mehreren Golfstaaten sowie in Jerusalem sind am Montagvormittag Explosionen zu hören gewesen. AFP-Reporter berichteten am Montagmorgen von lauten Detonationen in Katars Hauptstadt Doha, in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Bahrains Hauptstadt Manama – sowie in Jerusalem. Das bahrainische Innenministerium erklärte, bei iranischen Angriffen sei ein Mensch getötet worden.

Während der Krieg weiter eskaliert – genießen Urlauber und Urlauberinnen die Sonne am Strand. Bei herrlichem Sonnenschein entspannen sie am Beach. Im Hintergrund sind Schiffe zu sehen.

Ist das noch mit dem Gewissen zu vereinbaren? Urlaub am Strand, während andere nur wegwollen?

Die Flugzeuge starten nicht, die Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab, dafür gibt es immer wieder Raketenalarm: Tausende Urlauber und Urlauberinnen aus der ganzen Welt sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest.

Menschen entspannen am Strand in Dubai.

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Menschen entspannen am Montag (2. März) am Strand in Dubai.

„Wir alle müssen uns darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert. Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nächsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können“, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Caren Miosga“.

Nach Einschätzungen von US-Präsident Donald Trump könnte der Krieg mit dem Iran noch vier Wochen dauern.

Flugverkehr in Dubai lahmgelegt – nichts geht mehr

An den Flughäfen von Dubai wurde der Flugverkehr bis auf Weiteres ausgesetzt. Airports und nationale Fluggesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben der Generalbehörde für Zivilluftfahrt zufolge bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten.

Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt. Außerdem wollen die Vereinigten Arabischen Emirate „alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere“ übernehmen, teilte die Behörde mit.

In Saudi-Arabien verkündete das Außenministerium, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei.

Dieser Mann geht gemütlich am Strand in Dubai spazieren.

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Dieser Mann geht am 2. März gemütlich am Strand in Dubai spazieren.

Auch Reiseanbieter kümmern sich eigenen Angaben zufolge um ihre Gäste, vor allem vor Ort durch Reiseleiter. DerTour etwa hat zudem eine Krisenhotline eingerichtet – für festsitzende Reisende in Nahost wie auch für von Flugabsagen Betroffene weltweit. „Unser Krisenmanagement steht dazu im engen Austausch mit den zuständigen Behörden im In- und Ausland und mit den Fluggesellschaften sowie den Koordinierungseinheiten vor Ort“, heißt es auf der Website.

Vorerst aber bleibt viel Unsicherheit - nicht nur bei der Frage, wann die Reise weitergehen kann. Eine Reisende aus Hamburg, die auf der Rückkehr von Malaysia mit der Airline Emirates in Dubai gestrandet ist, berichtete am Sonntag, dass sie von ihrem Hotel aus Rauchsäulen über der Stadt sah. Mehrere Menschen hätten ihr erzählt, es habe am Flughafen Trümmer gegeben.

Eine Rauchwolke über Dubai. Das Industriegebiet von Sharjah City wurde von einer iranischen Rakete getroffen.

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Eine Rauchwolke über Dubai. Das Industriegebiet von Sharjah City wurde nach Medienberichten von einer iranischen Rakete getroffen.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) rät, „Veranstaltergäste sollten den Anweisungen der örtlichen Behörden folgen sowie dringlichst in ihrem gebuchten Hotel bleiben und sich nicht eigenständig zum Flughafen oder in das Nachbarland begeben.“

Auch auf Kreuzfahrtschiffen sitzen Touristen in den Häfen der Region fest – etwa auf „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ vom deutschen Anbieter Tui Cruises mit einer möglichen Kapazität für insgesamt gut 5000 Reisende.

„Aufgrund der weiterhin dynamischen Lage in der Region sowie eingeschränkter Flugverbindungen sind wir derzeit auf die Informationen der Airlines angewiesen, um zu klären, ob und wann Rückflüge stattfinden können“, heißt es auf der Website. „Sobald uns hierzu verlässliche Angaben vorliegen, stimmen wir die nächsten Schritte eng mit unseren Partnern ab.“ (mt/dpa)

Passagiere, die durch die Schließung des internationalen Flughafens von Dubai gestrandet sind, warten auf dem Flughafenparkplatz in Dubai.

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