Riesiges Trümmerfeld Unwetter sorgt für Massenkarambolage auf A1 – 20 Verletzte

Achtung, verstörende Bilder Joko und Klaas schockieren die Zuschauer zutiefst

Berlin/Köln – Sie haben zum zweiten Mal gegen „Herrn“ ProSieben gewonnen, konnten am Dienstagabend den Fight gegen den Sender für sich entscheiden. Und haben von ProSieben erneut 15 Minuten zur freien Verfügung bekommen – zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr.

Doch während die beiden in der vergangenen Woche mit ihrer Blödel-Aktion eher für Kopfschütteln sorgten (hier lesen Sie mehr), haben sie diesmal viele Zuschauer mit schockierenden Einblicken bewegt (oben im Video ansehen). Ohne überhaupt anwesend zu sein – aus gutem Grund.

Denn zusammen mit der Autorin und Radiomoderatorin Sophie Passmann sowie Terre des Femmes und der Social-Media-Kampagne „Antiflirting” haben sie ein klares Statement gegen sexuelle Gewalt gesetzt. Auch viele andere bekannte Gesichter haben sich beteiligt.

Alles zum Thema ProSieben
Sophie_Passmann

Die Autorin Sophie Passmann moderierte die ProSieben-Aktion „Männerwelten”.

Zu Beginn kündigte Passmann in einem kargen Kellerraum die besondere Sonder-Kunstausstellung „Männerwelten an“ – und warnte die Zuschauer vor verstörenden Bildern. Eine Ausstellung, die es in der Form nur ein Mal geben würde, so Passmann. „Das Thema ist aktueller denn je“, erklärt die Journalistin. „Aber auch wirklich gruselig. Vielleicht die gruseligste, aber auch nötigste Ausstellung der Welt.“

Palina Rojinski zeigt ungepixelt Dickpics

Dass die spezielle 15-minütige Ausstellung tatsächlich nichts für schwache Nerven ist, wurde schon in den ersten Minuten schnell klar.

Das erste „Exponat“ stammte von Moderatorin Palina Rojinski. Sie zeigte das Foto eines Penisses, das ihr ungefragt zugeschickt wurde. Ein sogenanntes „Dickpic“. Sie zeigte es in großem Format, wie ein Gemälde enthüllte sie es. Anschließend präsentierte sie zahlreiche weitere Fotos von Penissen, die sie oder Freundinnen von Männern bekommen haben. Aufgereiht an einer langen Wand.

Palina Rojinski mit klaren Worten gegen ungefragte Penis-Fotos

Rojinski machte klar: „Ich finde das unter aller Sau und verstörend.“ Für sie grenze dieses Verhalten an „virtuellen Missbrauch“. Passmann machte darauf aufmerksam, dass das Versenden von „Dickpics“ strafbar ist.

Doch nicht nur diese Fotos sind eine Zumutung für Frauen. Zur „Jobbeschreibung“ – wie Passmann es formulierte – gehören auch Hassnachrichten. So wie bei Moderatorin Jeannine Michaelsen, die etwa „Das Duell um die Welt“ moderiert. Auch für sie ist Hass im Netz Alltag. Sie gab eine Kostprobe und las einige Nachrichten vor, die in sozialen Netzwerken gepostet wurde. „Wenn ich ihr eine Aufgabe stellen könnte, wäre es blasen“, gehörte noch zu den harmloseren.

Geschmacklose Konversationen in den sozialen Netzwerken

Moderatorin Visa Vie, Influencerin Stefanie Giesinger – auch sie lasen die üblen Nachrichten vor, die von Social-Media-Usern an sie gerichtet waren. Der Tenor: Zu dünn, zu dumm, zu kleine Brüste, große Brüste etc. Sexismus ohne Ende.

Anschließend lasen Collien Ulmen-Fernandes und Katrin Bauerfeind verschiedene Konversationen vor, die auf Twitter, Instagram oder Whatsapp geführt worden sind. Mit wildfremden Frauen. Konversationen, die an die Nieren gehen. Ein Beispiel-Kommentar gefällig? „Du wirst einen sehr guten Chirurg brauchen, um mein Gesicht wieder aus deinen Titten zu bekommen.“ Oder: „Deine Lippen passen jedenfalls super zu meinem Sch***z, wenn ich das sagen darf.“

15 Minuten auf ProSieben: Am Ende kommen Vergewaltigungsopfer zu Wort

Dann ging die TV-Aktion noch weiter, wollte nicht nur sexuelle Belästigung im Netz thematisieren. Sondern klarmachen, dass echte Gewalt gegen Frauen auch im echten Leben stattfindet. Und so kamen am Ende verschiedene Vergewaltigungsopfer zu Wort. Und beschrieben, was sie zum Zeitpunkt der Tat getragen hatten. Parallel zeigte die Kamera die Kleidungsstücke.

Denn oft werde danach gefragt, so Passmann, was die Frauen zum Zeitpunkt der Vergewaltigung getragen haben. „Als wäre die Tiefe des Ausschnitts wichtig.“

Besonders die Schilderung einer Frau aus dem Off geht an die Nieren: „Ich hatte einen Pyjama an als ich 8, 9, 10, und 17 Jahre alt war.”

Es sind 15 Minuten von Joko und Klaas (Hier lesen Sie mehr: Joko und Klaas gegen ProSieben am 27. Mai 2020), die wirklich schockieren und berühren. Die an die Nieren gehen und dafür sorgen, dass bei vielen Zuschauern sicherlich der Mund offen stehen bleibt. Und das ist gut so. Denn Joko und Klaas haben zusammen mit den Frauen, die die TV-Aktion auf die Beine gestellt haben, dafür gesorgt, dass das Thema sexuelle Gewalt in den Fokus rückt.

Denn viele Organisationen und Verbände befürchten einen immensen Anstieg von Gewalt gegen Frauen und Kinder während der Corona-Krise.

Joko und Klaas ganz oben in den Twitter-Trends, viele User schockiert

Die Hashtags #jokoundklaas, #JKLive sowie #Männerwelten waren am Mittwochabend an der Spitze der Twitter-Trends, dominierten die ersten drei Plätze. Einige Zuschauer zeigten sich geschockt, viele unterstützen die Aktion.

Viele Frauen nahmen den TV-Beitrag zum Anlass, über eigene Erfahrungen zu schreiben. Und Männern klare Ansagen zu machen: „Überprüft euer Verhalten. Sprecht eure Kumpels an. Meldet Tweets. Sprecht mit Frauen in eurem Umfeld”, schreibt eine Nutzerin.

Häusliche Gewalt geschieht in jeder einzelnen Minute des Tages. Betroffen davon sind überwiegend Frauen: Jede dritte Frau in Deutschland hat schon einmal Gewalt erfahren. Das Dunkelfeld ist riesig; die Hilfsorganisation „Weisser Ring“ geht davon aus, dass allenfalls jede fünfte Tat bei der Polizei angezeigt wird.

Stefanie Giesinger, Visa Vie, aber auch Schauspielerin Katy Karrenbauer, Moderatorin Marlene Lufen – sie sind einige bekannte Gesichter der bundesweiten Kampagne „Schweigen macht schutzlos”, die jetzt gestartet ist. „Wer kein sicheres, liebevolles Zuhause hat, erlebt diese Corona-Zeit gerade als Bedrohung”, sagt Lufen.

Wenn Sie von sexueller Belästigung oder sexualisierter Gewalt betroffen sind, finden Sie hier Hilfe: Hilfsangebote in der Nähe: www.frauen-gegen-gewalt.de. Hilfetelefon – Gewalt gegen Frauen: 08000/116 016. (mg)

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