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Ofarim-SkandalJetzt packt der Hotelangestellte aus: „Er kann über die Vorgänge sprechen“

Gil Ofarim gewann die Dschungelkrone.

Gil Ofarim gewann die Dschungelkrone.

Beim RTL-Dschungelcamp hat der Musiker Gil Ofarim seine Sicht auf die Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Hotelmitarbeiter geäußert - nun meldet sich der Betroffene erstmals selbst öffentlich zu Wort.

Jetzt redet der Mann Klartext, der im Mittelpunkt des Skandals um Gil Ofarim stand. Der 37-jährige Hotelmitarbeiter gab der „Zeit“ ein Interview zu dem Vorfall, der 2021 für einen Riesenwirbel sorgte.

Damals beschuldigte Ofarim den Mann des Antisemitismus – eine Lüge, wie sich vor Gericht herausstellte. Ofarim nahm seine Darstellung in einem Verleumdungs-Prozess zurück. Das Verfahren wurde eingestellt.

„Es ärgert mich massiv und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?“

Doch auch nach Jahren ist die Angelegenheit für den früheren Hotelangestellten alles andere als vorbei. Durch den Sieg von Gil Ofarim in der RTL-Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ wurde das Thema noch einmal präsent. Grund für den Mann, sich nun zu äußern.

Dem gerichtlichen Vergleich, der eine Entschuldigung von Ofarim beinhaltete, habe er zugestimmt, „weil ich die Sache endlich abschließen wollte“. Doch die jüngsten Andeutungen Ofarims bringen alles wieder hoch. „Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich“, sagte der Mitarbeiter, dessen Name in dem Gespräch nicht vollständig genannt wurde.

„Es ärgert mich massiv und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?“, erklärt der 37-Jährige gegenüber der „Zeit“. Zuvor hatte sich lediglich sein Rechtsanwalt Daniel Baumgärtner zu Wort gemeldet.

Der Hotelmitarbeiter hat den Abend im Leipziger Westin-Hotel noch genau vor Augen. Wegen technischer Probleme mit den Zimmerkarten habe Ofarim wie auch andere Gäste warten müssen. Als der Sänger dann an der Reihe war, sei er „sehr aufgebracht“ gewesen, habe geschimpft, was für ein „Scheißladen“ das sei und angedroht, die Sache publik zu machen. „Das werde viral gehen“, soll Ofarim gerufen und dabei „Bäm, bäm, bäm“ hinzugefügt haben, wird der Mitarbeiter bei „rtl.de“ zitiert. Daraufhin habe er ihm den Anmeldebogen verweigert und klargemacht, dass er so nicht im Hotel bleiben könne.

Er sei nach den Vorwürfen damals zur Polizei gegangen und habe Anzeige gegen Ofarim wegen Verleumdung erstattet. „Meine Social-Media-Konten liefen über, ich wurde bombardiert in einem Ausmaß, das man sich nicht vorstellen kann. Über meine dienstliche E-Mail-Adresse lief eine Morddrohung ein“, berichtete der Hotelangestellte.

„Mein damaliger Chef rief am Abend an, um mir anzubieten, mich für einige Tage an einen sicheren Ort zu bringen. 15 Minuten später holte mich eine Limousine ab. Es war wie in einem Film.“

Zeugenaussagen sowie die Aufnahmen einer Überwachungskamera entlasteten den Hotelangestellten. Im Dschungelcamp sagte Ofarim: „Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist“, so der Sänger. Auch darüber zeigt sich der 37-Jährige „fassungslos“ und betont, dass weder das Gericht noch ein Gutachter die Aufnahmen in Zweifel gezogen hätten.

Auch mit dem Mythos eines Schweigedeals räumt er auf. „Er kann über die Vorgänge in der Lobby sprechen“, stellte er klar. Die Unterlassungserklärung verbiete ihm lediglich, die Unwahrheit zu wiederholen – also die Behauptung, er sei wegen seiner Kette diskriminiert worden. „Das ist alles“, so der Hotelangestellte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Moderatorin Sonja Zietlow (Zweite von links) machte sich in den Augen von Dschungel-Fans zum Anwalt von Gil Ofarim (Mitte). (Bild: RTL)

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