In der Komödie „So haben wir dich nicht erzogen“ prallen in einer Wiener Villa die Welten aufeinander.
TV-Beben in der ARDTochter stellt Müttern neuen Freund vor – und alles gerät aus den Fugen

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Balbina Augustin (Brigitte Hobmeier, links), Hedwig Schaller (Alina Schaller, Mitte) und Inka Schaller (Gerti Drasl) stehen zusammen in einer Szene der Komödie «So haben wir Dich nicht erzogen».
Manchmal schreibt das Leben die verrücktesten Geschichten: In der neuen Fernsehkomödie „So haben wir dich nicht erzogen“ plant die Tochter eines lesbischen Paares, ihren neuen Partner vorzustellen. Ein Vorhaben, das für mächtig Trubel sorgt. Den Film kann man bereits in der ARD-Mediathek abrufen oder am Mittwoch (18.3.) um 20.15 Uhr im Ersten anschauen.
Von Anfang an wird deutlich, worum es sich dreht: die weibliche Sichtweise. Da arbeitet Balbina (Brigitte Hobmeier) an ihrem neuen Bibel-Manuskript über eine Göttin, während ihre Partnerin Inka (Gerti Drassl) aus der Küche Ratschläge erteilt. Währenddessen ist ihre gemeinsame Tochter Hedwig (Alina Schaller) bereits im Anflug – mit ihrem ersten festen Partner Andreas (Julian Pichler).
Familien-Chaos in Wiener Villa eskaliert
Die riesige Überraschung: Das Paar möchte heiraten! Doch das ist noch nicht alles. Wie die „dpa“ meldet, stoßen unerwartet auch der engste Freund der Familie, Pfarrer Edgar (Thomas Mraz), und die Eltern von Andreas hinzu. Der Wirrwarr ist damit perfekt.
Hinterrücks schütten die beiden Mütter ihrer Tochter ihr Herz aus. Balbina kämpft mit einem Alkoholproblem und sieht sich als bedeutende Schriftstellerin. Inka hat für die Familie ihre Karriere als Schauspielerin aufgegeben und kümmert sich um Haus und Garten.
Starke Frauen, große Geheimnisse
Doch das ist nicht alles: Inka ist nicht die einzige Person, die seit langer Zeit etwas verbirgt. Regisseur Michael Kreihsl (67) und Autor Uli Brée (62) verarbeiten in der amüsanten Komödie eine Fülle von Themen: Geschlechtergerechtigkeit, traditionelle Rollenbilder und antiquierte Werte.
Kein Mitglied dieser Familie ist makellos oder durchweg tolerant, was die Charaktere umso liebenswerter macht. Der Film ist voll von heiteren und unerwarteten Szenen, untermalt von schöner Musik von Andreas Radovan.
Hobmeier und Drassl zünden „schauspielerische Glanzleistung“
Besonders die beiden Hauptdarstellerinnen spielen hervorragend. Brigitte Hobmeier (49) und Gerti Drassl (47) entfachen dank der fabelhaften Dialoge eine „schauspielerische Glanzleistung“, der man mit Freude zusieht.
Der Film kommt ohne einen belehrenden Ton aus, ist stattdessen einfühlsam und emotional. Er zeigt humorvolle Auseinandersetzungen, die aber nie verletzend sind, und führt zur Einsicht, dass es ganz ohne Männer eventuell doch nicht geht. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

