„Bares für Rares“ Kandidat will 1000 Euro – Experte beurteilt Wert der Spieluhr anders

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Diese Lochplatten-Spieluhr will Sascha Wilk (28) bei „Bares für Rares“ verkaufen.

Köln – Bei „Bares für Rares“ (ZDF) versucht Sascha Wilk (28) aus Ochsenhausen eine Lochplatten-Spieluhr an den Mann zu bekommen.

Sein Mitbringsel hat er einem Zufall zu verdanken. Bei einer Wohnungs-Entrümpelung fand er die Spieluhr der Marke Symphonion von der Lochmannschen Musikwerke AG, die 1885 in Leipzig gegründet wurde und wo erstmals solche Art von Spieluhren hergestellt wurden.

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Klingt nach einer echt wertvollen Rarität. Nun will Sascha Wilk sie in der ZDF-Trödelshow verkaufen.

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Spieluhr nicht im besten Zustand

Experte Detlef Kümmel und Moderator Horst Lichter begutachten die Lochplatten-Spieluhr genau. Und kommen zu dem Schluss: Das antike Gerät mit 19 Platten ist trotz nicht mehr ganz perfekt laufender Mechanik noch funktionstüchtig, befindet sich aber leider nicht mehr im besten Erhaltungszustand. 

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Etwas enttäuscht verlässt Kandidat Sascha Wilk die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“.

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter ist überrascht

Der 28-Jährige möchte dafür etwa 1000 Euro haben. „Huiiii“, staunt selbst Horst Lichter. Auf die Frage, wo denn dieser Wunschbetrag herkomme, antwortet Sascha Wilk: „Recherche im Internet“.

Ob er damit Erfolg haben wird? Experte Detlef Kümmel schätzt den Wert der Spieluhr plus Zubehör bei höchstens 300 bis 350 Euro.

In der Händlerrunde wird dann schnell deutlich – selbst 300 Euro sind nicht drin. Höchstgebot von Händler Ludwig Hofmaier 250 Euro.

Darauf lässt sich Sascha Wilk aber nicht ein. „Zu wenig“, findet er.

Der Deal kommt nicht zustande und Sascha verlässt enttäuscht das Studio: „Jetzt nehme ich sie einfach wieder mit nach Hause und erfreu mich da an der Spieluhr.“

Kunstschätze und ihre Liebhaber sind hier herzlich willkommen!

„Bares für Rares“ wird seit 2013 im ZDF ausgestrahlt. Moderator Horst Lichter ist der Gastgeber der Trödelsendung, bei der Teilnehmer ihre Antiquitäten, Raritäten und auch Kuriositäten vorstellen und im Idealfall durch einen Verkauf eine schöne Summe mit nach Hause nehmen.

Seit 2013 wird die Sendung, die in Köln produziert wird, im Nachmittagsprogramm des ZDF ausgestrahlt und hat sich zu einem echten Quoten-Garant entwickelt. Von Montag bis Freitag schalten im Durchschnitt drei Millionen TV-Zuschauer ein, wenn es ums Feilschen und Handeln geht.

So läuft die Sendung „Bares für Rares“ ab

Die Kandidaten werden samt ihren Verkaufsobjekten zu einem Experten geschickt, der die Ware überprüft, etwas zur Geschichte erzählen kann und dann einen Schätzwert abgibt, in welchem preislichen Rahmen sich der Verkaufswert befindet. Liegt diese Summe nah an der preislichen Erwartung der Teilnehmer, bekommen sie von Moderator Lichter die Händlerkarte überreicht. Diese ist die Eintrittskarte in den Raum, in dem sich die Antiquitätenhändler befinden.

Dort stellen sich die Kandidaten samt Gegenstand vor. Ähnlich wie bei einer Versteigerung versuchen die fünf Händler dann, das jeweilige Exponat für sich zu sichern. Das kann dazu führen, dass die Summe unverhofft in die Höhe steigt. Dann liegt es am Anbieter, ob er die Summe der Händler akzeptiert oder noch feilschen will. Erhält der Höchstbietende den Zuschlag, bezahlt er die Summe in bar an den Verkäufer aus. 

Das bisher höchste Gebot

Neben der klassischen Ausgabe wurden auch schon zahlreiche Spezial-Ausgaben produziert. So gab es schon Promi-Ausgaben, Händlerduelle, eine Prime-Time-Show im ZDF, die unter dem Namen „Deutschlands größte Trödelshow lief“.

Das bisher höchste Gebot lag übrigens bei 35.000 Euro, Im Jahr 2014 wechselte ein Borgward Isabella Cabriolet den Besitzer.

(mt)

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