„Bares für Rares“  Verkaufspreis übertrifft alle Erwartungen – fast kullern die Tränen

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Martina im Gespräch mit den Experten.

Köln – Bei „Bares für Rares“ hat es den Experten und Händlern ein Bettelarmband angetan. Krankenschwester Martina Stache (61) hat das Armband einmal sehr gerne getragen, kann es jetzt aber nicht mehr verwenden und möchte wissen, was es wert ist. Dass der Preis so in die Höhe schießt, hat auch sie nicht erwartet…

Ernüchterung bei „Bares für Rares“ – Armband ist nicht komplett

Mit ein wenig Bammel tritt die gelernte Krankenschwester vor Gastgeber Horst Lichter und Schmuckexpertin Heide Rezepa-Zabel. Denn Martina weiß, dass in dem Bettelarmband ihrer Großmutter zwei Steinchen fehlen. „Und das entgeht dem kritischen Auge sicherlich nicht“, sagt sie.

Auch dieses Schmuckstück bei „Bares für Rares“ löst Bammel und vielleicht sogar Schrecken bei seinem Träger aus. Es soll verflucht sein (lesen Sie hier mehr).

Alles zum Thema Horst Lichter

Anhänger nicht original, trotzdem wertvoll

Die Expertin kann das bestätigen. Die vier Anhänger wurden nach und nach dazugekauft. Eigentlich auch der Sinn hinter einem Bettelarmband. An dem Armband hängen unter anderem das „Manneken Pis“, das Wahrzeichen von Brüssel, eine umgedrehte Pyramide mit eingesetzten Glassteinen und ein Schlüssel. „Bestimmt der Schlüssel zur ewigen Liebe“, fügt Moderator Horst Lichter hinzu.

Mit seiner Trödelshow gewann Horst Lichter nun die Goldene Kamera (lesen Sie hier mehr).

Bettelarmband ist deutsches Produkt und begeistert alle

Hersteller des Armbands ist keine unbekannte Firma. Schmiede Binder FBM aus Baden-Würtemberg soll das Armband entworfen haben. Das Familienunternehmen produziert bereits in vierter Generation.

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Das Bettelarmband mit seinen vier Anhängern. Ein Erbstück von Martinas Oma. 

Und auch der Goldwert ist nicht ganz unerheblich. Das Bändchen besteht aus 585er Gold und allein der Goldwert liegt schon bei 760 Euro. Natürlich kommt noch etwas für das Alter hinzu und dass es relativ gut erhalten ist. Für das Armband könnte die dreifache Mutter Martina glatt bis zu 1.100 Euro erzielen.

Eigentlich wäre sie schon mit bescheidenen 200 Euro zufrieden gewesen. „Das glaub ich nicht. Das ist zu viel“, sagt Martina sichtlich erstaunt.

Im Händlerraum explodiert der Preis

Auch die Händler sind vom dem Bettelarmband sehr begeistert. Schlussendlich ergattert Händlerin Lisa Nüdling das Armband für 1.100 Euro und die 61-jährige Martina kann ihr Glück kaum fassen, sodass sie sich glatt noch ein Tränchen zurückhalten muss.

Kunstschätze und ihre Liebhaber sind hier herzlich willkommen!

„Bares für Rares“ wird seit 2013 im ZDF ausgestrahlt. Moderator Horst Lichter ist der Gastgeber der Trödelsendung, bei der Teilnehmer ihre Antiquitäten, Raritäten und auch Kuriositäten vorstellen und im Idealfall durch einen Verkauf eine schöne Summe mit nach Hause nehmen.

Seit 2013 wird die Sendung, die in Köln produziert wird, im Nachmittagsprogramm des ZDF ausgestrahlt und hat sich zu einem echten Quoten-Garant entwickelt. Von Montag bis Freitag schalten im Durchschnitt drei Millionen TV-Zuschauer ein, wenn es ums Feilschen und Handeln geht.

So läuft die Sendung „Bares für Rares“ ab

Die Kandidaten werden samt ihren Verkaufsobjekten zu einem Experten geschickt, der die Ware überprüft, etwas zur Geschichte erzählen kann und dann einen Schätzwert abgibt, in welchem preislichen Rahmen sich der Verkaufswert befindet. Liegt diese Summe nah an der preislichen Erwartung der Teilnehmer, bekommen sie von Moderator Lichter die Händlerkarte überreicht. Diese ist die Eintrittskarte in den Raum, in dem sich die Antiquitätenhändler befinden.

Dort stellen sich die Kandidaten samt Gegenstand vor. Ähnlich wie bei einer Versteigerung versuchen die fünf Händler dann, das jeweilige Exponat für sich zu sichern. Das kann dazu führen, dass die Summe unverhofft in die Höhe steigt. Dann liegt es am Anbieter, ob er die Summe der Händler akzeptiert oder noch feilschen will. Erhält der Höchstbietende den Zuschlag, bezahlt er die Summe in bar an den Verkäufer aus. 

Das bisher höchste Gebot

Neben der klassischen Ausgabe wurden auch schon zahlreiche Spezial-Ausgaben produziert. So gab es schon Promi-Ausgaben, Händlerduelle, eine Prime-Time-Show im ZDF, die unter dem Namen „Deutschlands größte Trödelshow lief“.

Das bisher höchste Gebot lag übrigens bei 35.000 Euro, Im Jahr 2014 wechselte ein Borgward Isabella Cabriolet den Besitzer. 

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(lrat)

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