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Banksy enttarnt?Neue Fakten sollen größtes Rätsel der Kunstszene lösen

Menschen entfernen im August 2024 ein Kunstwerk von Banksy, das einen heulenden Wolf auf einer Satellitenschüssel zeigt, die auf einem Ladendach angebracht war.

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Menschen entfernen im August 2024 ein Kunstwerk von Banksy, das einen heulenden Wolf auf einer Satellitenschüssel zeigt, die auf einem Ladendach angebracht war. 

Das größte Rätsel der Kunstszene scheint gelöst.

Die ganze Welt fragt sich seit Ewigkeiten: Wer steckt hinter dem Pseudonym Banksy? Jetzt könnte die Antwort da sein. Eine tiefgehende Untersuchung von Reuters, einer britischen Nachrichtenagentur, will das Mysterium endlich aufgeklärt haben.

Die Ermittlungen im Projekt „In Search of Banksy“ deuten klar auf eine Person hin: Robin Gunningham. Er kam 1973 in Bristol zur Welt und war Schüler an der Bristol Cathedral School. Sein Name tauchte schon früher im Zusammenhang mit dem Künstler auf.

Die Spur wird heißer: Ein Name und eine neue Identität

Schon 2008 berichtete die „Mail on Sunday“ über Gunningham. Angeblich hat er danach offiziell seinen Namen zu David Jones ändern lassen. Mit diesem gewöhnlichen Namen konnte er fast zwei Jahrzehnte lang unentdeckt bleiben.

Die neuesten Nachforschungen von Reuters starteten 2022 in der Ukraine. Der Anlass: Neue Kunstwerke tauchten auf, unter anderem das Motiv eines Mannes in einer Wanne in einem zerstörten Gebäude bei Kiew. Augenzeugen sprachen von zwei vermummten Gestalten, die das Graffiti sprühten. Das machte die Reporter stutzig und sie gruben tiefer.

Ein Geständnis in New York als entscheidender Beweis?

Die Journalisten Simon Gardner, James Pearson und Blake Morrison haben eine beeindruckende Beweiskette zusammengetragen. Dazu gehören ein schriftliches Geständnis von Gunningham bei einer Festnahme in New York im Jahr 2000, sowie Polizeiberichte und Gerichtsakten mit seiner Signatur und Kautionsdetails. Einreisedokumente belegen außerdem, dass ein David Jones mit Gunninghams Geburtsdaten im Herbst 2022 die Ukraine besuchte. Begleitet wurde er von Robert Del Naja von Massive Attack und dem Fotografen Giles Duley. Das war exakt der Zeitraum, in dem Banksy seine bekannten Kriegsbilder (die Badewanne in Horenka, der Judo-Wurf in Borodianka) schuf.

Steve Lazarides, der Banksy lange managte, plauderte aus, dass der Künstler vor über 25 Jahren in New York festgenommen wurde. Der Grund: Er versuchte, eine Reklametafel für Marc Jacobs auf einem Hausdach zu besprühen. Lazarides postete 2019 sogar ein Bild der nicht vollendeten Arbeit auf Instagram.

Banksys Reaktion? Absolutes Schweigen

Reuters legte dem Verdächtigen die gesammelten Fakten vor. Doch eine Reaktion kam nicht. Auch von Banksy direkt gab es keinen Kommentar zu den Nachforschungen. Sein Unternehmen, das „Pest Control Office“, teilte nur mit, der Künstler habe „beschlossen, nichts zu sagen“.

Weltweit kennt man Banksy für seine sozialkritischen Kunstwerke, die er mit Schablonen anfertigt. Diese Technik, auch Stencils genannt, ist sein Erkennungszeichen. Damit kann er komplizierte und einprägsame Bilder wie Ratten, knutschende Polizisten oder Affen mit Bananen blitzschnell und unerkannt an Wände bringen.

Bekanntheit erlangte er aber nicht nur mit seinen Graffitis. Auch seine aufsehenerregenden Aktionen machten Schlagzeilen, etwa als er seine eigenen Bilder heimlich in berühmte Museen schmuggelte oder sein Werk „Girl with Balloon“ sich direkt nach dem Verkauf für Millionen selbst schredderte.

Genau diese Aktion zeigt den großen Widerspruch, der Banksy ausmacht. Einerseits übt er Kritik am Kapitalismus, andererseits sind seine Arbeiten auf dem Kunstmarkt extrem begehrt und werden für Summen in Millionenhöhe gehandelt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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