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Wirtschafts-Bosse mit Hammer-Ansage„Probleme mit Geld ersticken, funktioniert nicht!“

Internationale Handwerksmesse

Copyright: Malin Wunderlich/dpa

BDA-Präsident Rainer Dulger hält nichts von einer Spritpreisbremse.

Die Spritpreise gehen durch die Decke, viele Autofahrerinnen und Autofahrer sind stinksauer. Doch die Hoffnung auf einen neuen Tankrabatt ist jetzt geplatzt. Denn ausgerechnet die deutsche Wirtschaft stellt sich quer und hat eine ganz andere Forderung an die Politik.

Vor einem Spitzentreffen mit CDU-Chef Friedrich Merz in München zeigten die Anführer der großen deutschen Wirtschaftsverbände eine harte Haltung. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, erteilen sie einer Spritpreisbremse als Antwort auf die Kosten-Explosion an der Zapfsäule eine klare Absage.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger (BDA) fand dazu deutliche Worte: Es zeige sich immer öfter, dass der Ansatz nicht funktioniere, „dass wir Probleme mit Geld ersticken“. Sein Kollege Peter Adrian, der die Industrie- und Handelskammer als Präsident leitet, fügte hinzu: „Die Zeiten, die man damit verbringen kann, Probleme wegzusubventionieren, sind vorbei.“

Tankrabatt? Nur eine „Hauruck-Einzelmaßnahme“

Auch Jörg Dittrich vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) will von einem Tankrabatt nichts wissen. Er bezeichnete eine solche Preisbremse als reine „Hauruck-Einzelmaßnahme“. Seine Begründung: Die extrem hohen Energiekosten würden ja nicht nur den Sprit betreffen.

Ganz ähnlich sieht das Peter Leibinger, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Ein Tankrabatt wäre aus seiner Sicht keine gute Idee. „Jetzt zu versuchen, kurzfristig in den Markt einzugreifen, wird nichts bringen“, machte er klar.

Mehr Geld im Portemonnaie für die Menschen

Stattdessen pochen die Verbandsvertreter auf schnelle und tiefgreifende Reformen von der Bundesregierung. Es müsse endlich Erleichterungen bei den Lohnnebenkosten geben, so die Forderung von Dulger. Das Ziel: Die Leute sollen am Monatsende mehr Netto vom Brutto haben.

Der Druck auf die Politik wächst, denn der Konflikt im Iran hat laut dpa-Meldung in den vergangenen Tagen die Preise für Sprit, Öl und Gas massiv nach oben getrieben. Das spüren auch die Menschen in Köln und der Region jeden Tag schmerzhaft an der Zapfsäule.

Die angekündigten Reformen der Bundesregierung gehen den Wirtschafts-Bossen dabei aber nicht schnell genug. Es müsse nun darauf gedrängt werden, dass sie auch umgesetzt werden, um die Betriebe und die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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