USA reicht Kuba die Hand, doch die Antwort ist eine Ohrfeige.
„Ein neues Kuba“US-Regierung bietet 100 Millionen Dollar Hilfe unter Bedingungen

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Die Eltern von US-Außenminister Marco Rubio sind einst selbst aus Kuba in die Vereinigten Staaten eingewandert (Archivbild)
Ein jahrzehntelanger Streit könnte enden: Washington reicht Havanna die Hand. Aber dieser Vorstoß ist an eine knallharte Forderung geknüpft – und die Antwort aus Kuba ist eine schallende Ohrfeige.
„In den USA sind wir bereit, ein neues Kapitel im Verhältnis zwischen unseren Völkern und unseren Ländern aufzuschlagen“, sagte der amerikanische Außenminister Marco Rubio in einer auf Spanisch gehaltenen Video-Ansprache. Ein Mann mit besonderer Verbindung: Rubios Familie selbst war früher von der Karibikinsel in die Vereinigten Staaten übergesiedelt. Doch er stellte klar: Ein frischer Start sei nur unmittelbar mit dem kubanischen Volk möglich, und explizit nicht mit der dortigen Staatsführung.
Millionen-Paket für Kuba – aber nicht ohne Forderung
Wegen der desaströsen Versorgungssituation auf der Insel kündigte Rubio ein Unterstützungspaket an, das einen Umfang von 100 Millionen US-Dollar hat. Damit sollen Nahrung und Arzneien für die leidenden Menschen finanziert werden – doch die Sache kommt mit einer klaren Ansage.
Die Verteilung der Güter dürfe ausschließlich von der katholischen Kirche oder alternativen Hilfswerken übernommen werden. Absolut ausgeschlossen sei die Abwicklung über die kubanische Militär-Holding Gaesa, einen Konzern, der weite Bereiche der dortigen Ökonomie beherrscht. Für das Regime in Havanna ist das eine offene Provokation.
Rubios Vision: Ein „neues Kuba“ für die Menschen
„Präsident Trump bietet einen neuen Weg zwischen den USA und einem neuen Kuba an“, erläuterte Rubio. Er skizzierte eine Perspektive, in welcher die Bevölkerung unternehmerisch frei agieren darf. Er sprach von: „Einem neuen Kuba, in dem ihr, nicht nur die Kommunistische Partei, einen Fernsehsender oder eine Zeitung besitzen könnt.“
Die Video-Nachricht wurde an einem brisanten Datum ausgestrahlt: dem Tag der kubanischen Unabhängigkeit (20. Mai). An diesem Datum wurde im Jahr 1902 nach einer vierjährigen amerikanischen Besatzung die Republik Kuba proklamiert – eine Staatsform, die vom aktuell herrschenden kommunistischen Regime strikt zurückgewiesen wird.
Die Erwiderung aus der kubanischen Hauptstadt folgte prompt. Präsident Miguel Díaz-Canel machte auf dem Netzwerk X seine Meinung zu dem historischen Datum deutlich: „Intervention, Einmischung, Raub, Frustration: Das bedeutet der 20. Mai in der Geschichte Kubas.“ Dieser Tag habe lediglich eines erreicht, fügte er hinzu: „Er hat ein antiimperialistisches Gefühl in den Kubanern gesät.“ (dpa/red)
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