Lothar Matthäus ist auf 180! Wegen des WM-Wirbels um Folarin Balogun findet die deutsche Fußball-Ikone heftige Worte.
Matthäus kotzt sich aus„Das Schlimmste, was ich je im Fußball gesehen habe!“
Packende Spiele und eine gute Stimmung haben eigentlich diese WM geprägt. Für Lothar Matthäus wird das Positive jedoch durch die Fifa und die Politik zunichtegemacht.
Sein Zorn entzündet sich an der aufgehobenen Sperre für den amerikanischen Angreifer Folarin Balogun, die nach einem Telefonat von Donald Trump erfolgte – auch wenn Fifa-Boss Gianni Infantino bestreitet, dass Trumps Anruf einen Einfluss auf die Entscheidung hatte.
„Absolute Frechheit und Betrug am Fußballfan“
Das Vorgehen des Weltfußballverbands ist für die deutsche Legende ein unfassbarer Vorgang. Der Platzverweis für Balogun in der Begegnung mit Bosnien-Herzegowina sei laut ihm „glasklar“ gewesen.
Dass die Konsequenz, eine Sperre, anschließend zur Bewährung ausgesetzt wurde, ist für den Experten unbegreiflich. „Für mich ist das ein Witz! Es ist das Schlimmste, was ich je im Fußball gesehen habe!“, wettert Matthäus in seiner „Sky“-Kolumne.
Matthäus legt sogar noch nach und greift zu einer heftigen Wortwahl, um die Aktionen der Fifa-Verantwortlichen zu beschreiben. „Entschuldigt bitte die Wortwahl, aber ich könnte kotzen!“, sagt Matthäus.
Er beschuldigt die Organisation, den Fußball zu verraten und sich selbst zu diskreditieren. Sein Fazit ist eindeutig: „Was die Fifa sich jetzt erlaubt, ist eine absolute Frechheit und Betrug am Fußballfan.“
Ihm sei es ein Rätsel, weshalb kein weiterer Spieler eine derartige Vorzugsbehandlung erhielt. Sobald Turnierausrichter oder mächtige Fußballnationen einen Vorteil erhalten, sei das „kein Fair Play mehr“. Der Gedanke, Balogun könnte jetzt in der Runde der letzten 16 gegen Belgien den siegbringenden Treffer markieren, verschlimmert die Situation aus seiner Sicht zusätzlich.
Aber nicht nur der Weltverband wird von ihm kritisiert. Matthäus attackiert ebenfalls Brasilien und dessen Star Neymar. „Mich freut es, dass Brasilien ausgeschieden ist“, stellt er nach dem 1:2 der Selecao gegen Norwegen fest. Das permanente Gejammer und Gefuchtel des Ausnahmekönners habe er satt. Das Benehmen von Neymar belege, dass er seine eigenen Interessen über den Teamerfolg stellt.
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Als leuchtendes Vorbild führt er hingegen die Équipe Tricolore an. Top-Spieler wie Kylian Mbappé oder Ousmane Dembélé hätten begriffen, dass Erfolg nur durch mannschaftliche Einheit möglich ist. Dies hätten sie beim 1:0-Erfolg über Paraguay eindrucksvoll unter Beweis gestellt. (red)

