Auch Mats Hummels kann es nicht fassen, dass Donald Trump wegen der Rot-Sperre von Folarin Balogun die Fifa angerufen und diese sich von ihm beeinflussen lassen hat.
WM-Skandal um TrumpHummels komplett wütend: „Habe selten so um Worte gerungen“

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Es ist der (bisher) größte Skandal der WM 2026 und wohl auch einer der größten in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Die Fifa hob die Rot-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun (25) vor dem Achtelfinale gegen Belgien auf – weil US-Präsident Donald Trump (80) bei Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) angerufen hat!
Diesen Anruf bestätigten die beiden bereits am Montag (6. Juli) selbst, wiegelten aber im gleichen Atemzug auch wieder etwas ab. Selbst wenn Trump nicht direkt eine Aufhebung der Sperre gefordert hat – am Ende bleibt trotzdem der Skandal, dass sich die Politik in sportliche Entscheidungen einschaltet.
Mats Hummels außer sich wegen Fifa-Vorgehen
Dass das Thema auch bei MagentaTV nicht ausgeblieben lassen kann, ist selbstverständlich. So sprach Moderatorin Laura Wontorra (37) Experte Mats Hummels (37) vor dem Achtelfinale zwischen Portugal und Spanien auch auf den Trump-Eklat an.
Und der Weltmeister von 2014 gab seine (gelinde gesagt) starke Abneigung gegen das gesamte Vorgehen zum besten. Zum Statement von Infantino sagte er: „Also in dem Statement steht gar nichts, kann man so sagen. Das ist wirklich ein luftleerer Raum, eine absolute Nichts-Aussage, die leider dazu passt. Ich könnte mich bei dem Thema wirklich in Rage reden und von mir aus bis zum Spielbeginn nur darüber reden, wie schlimm ich das finde. Weil ich finde, dass das wirklich eine Katastrophe ist und es schadet der Glaubwürdigkeit des Fußballs so unheimlich. Das können die noch gar nicht einschätzen. Sowas darf nicht passieren, dass man den Eindruck erwirkt, da ruft ein Präsident vom Gastgeberland an und er wirkt, dass irgendwelche Entscheidungen rückgängig gemacht werden.“
Damit öffne die Fifa die Tore für alle möglichen Entscheidungen in der Zukunft. Egal ob Elfmeter, Gelbsperren oder sogar ganze Ergebnisse: „Ich finde das für die Glaubwürdigkeit, für den Fairnessgedanken im Fußball absolut Harakiri, was da gemacht wird. Mein Wunsch wäre es, dass wir bis zum Anpfiff heute Abend noch eine andere Entscheidung hören, damit wir da nicht in das Thema reinkommen. Weil wenn du das jetzt aufmachst, dann öffnest du für die Zukunft Türe und Tor für alle möglichen Proteste auf der ganzen Welt.“
Ob diese ganze Thematik sogar zum Umsturz von Präsident Infantino führen könne, konnte Hummels nicht einschätzen. Seine Meinung zur Causa Balogun sei aber klar: „Das ist Wettbewerbsverzerrung! Das darf einfach nicht passieren.“
Der 37-Jährige stelle sich die Frage, was passiert, sollte Belgien gegen die USA rausfliegen und Balogun gespielt haben. Dann könnten die Europäer Einspruch gegen das Ergebnis einlegen: „Ich finde das alles furchtbar, was das mit sich bringt und ich habe auch selten so um Worte gerungen gefühlt wie gerade. Vor allem, weil mich das richtig emotional betrifft, dass da so ein Schindluder getrieben wird mit unserem Sport. Es fühlt sich einfach sauunfair an. Das will niemand.“

