Ein Minister hat genug von der Atom-Diskussion. Seine Bilanz: nur Scherereien und immense Ausgaben.
„Ärger, Probleme, Kosten“Umweltminister warnt vor Atom-Comeback und nennt die Gründe

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Das Kraftwerk Emsland ist eins der letzten deutschen Atomkraftwerke und wird derzeit zurückgebaut. (Archivbild)
Atom-Streit eskaliert: Minister platzt der Kragen – „Nur Ärger, Probleme und Kosten“ Die Diskussion um Atomkraftwerke in Deutschland wird immer hitziger. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) positioniert sich nun unmissverständlich dagegen. Er warnt vor einem Comeback der Kernenergie und zieht eine düstere Bilanz.
„Ich habe damit nur Ärger, Probleme und Kosten“, erklärte der Sozialdemokrat in Berlin, wie die dpa meldet. Als Verantwortlicher für den deutschen Atommüll und die Endlagersuche kennt er die finanziellen Belastungen genau: „Es kostet Milliarden, ist der größte Teil meines Haushalts, des Kernhaushalts.“
Union uneins über Kernkraft-Comeback
Die Debatte neu angefacht hatte Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU). Er signalisierte Offenheit für ein erneutes Hochfahren der deutschen Meiler. „Ich finde jedenfalls, diese Debatte müssen wir gesellschaftlich führen“, äußerte Spahn. Er bezog sich auf Analysen, denen zufolge die abgeschalteten Anlagen mit einem finanziellen Aufwand von neun, zehn Milliarden Euro erneut den Betrieb aufnehmen könnten.
Doch innerhalb der Union gibt es dazu unterschiedliche Meinungen. Kanzler Friedrich Merz sieht in der Kernenergie keine kurzfristige Option, um die Versorgung mit Strom in Deutschland zu verbessern und preiswerter zu gestalten.
„Keinerlei Revival der Atomenergie in der Welt“
Minister Schneider erteilt den Hoffnungen auf eine zügige und billige Energiequelle eine klare Abfuhr. „Ich sehe keinerlei Revival der Atomenergie in der Welt“, unterstrich er. Der Bau neuer Kernkraftwerke sei, so Schneider, nur noch mit staatlichen Zuschüssen und Bürgschaften des Staates möglich. Der Grund: Versicherungen würden die hohen Gefahren nicht abdecken.
Und dann kommt ein Detail, das die ganze Diskussion in ein anderes Licht rückt: Es würde 20 oder 25 Jahre in Anspruch nehmen, bis ein neues Kraftwerk Strom liefert. Sein Fazit ist daher eindeutig: „Das kann ich niemandem empfehlen als eine Lösung für heute.“ (red)
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