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Tarif-Zoff auch in NRWVerdi lehnt Einmalzahlungen statt echter Lohnerhöhungen ab

Tarifverhandlungen im Handel

Copyright: Thomas Banneyer/dpa

Im Handel beginnt in diesen Tagen die nächste Tarifrunde. (Archivbild)

Zoff um 1000-Euro-Bonus: Verdi lehnt Einmalzahlung ab.

Zoff um 1000-Euro-Bonus: Verdi geht vor Tarifrunde auf die Barrikaden – Die Luft vor dem Beginn der Tarifrunde im Handel ist zum Schneiden dick. Für die Gewerkschaft Verdi steht fest: Einmalige Zahlungen statt wirklicher Gehaltssteigerungen sind ein No-Go. Stein des Anstoßes ist die von der Bundesregierung ermöglichte Entlastungsprämie, durch die Firmen ihren Angestellten bis zu 1000 Euro steuerfrei überweisen dürfen.

Zwar sei die Maßnahme grundsätzlich eine gute Sache, räumte Verdi-Bundesvorstand Silke Zimmer ein. Aber die Erlebnisse aus der Corona-Zeit seien ein klares Warnsignal. Damals hätten die Händler die Option sehr verschieden gehandhabt. Viele Mitarbeiter sahen demnach gar kein Geld oder bekamen den Bonus nur als Gutschein für den eigenen Laden. Deshalb gibt es von der Gewerkschaft eine klare Absage an solche Boni statt dauerhafter Erhöhungen in den Gehaltstabellen.

Handel kritisiert Prämie ebenfalls – aber aus anderem Grund

Überraschenderweise kommt Gegenwind für die Prämie aber auch vom Handel selbst, wie die dpa meldet. Die Begründung ist jedoch eine komplett andere. „Denn die Bürgerentlastung aufgrund externer Faktoren ist eine rein staatliche Aufgabe und wird so einfach auf die Unternehmen abgewälzt, die aber ihrerseits ebenso unverschuldet massiv von den Kostensteigerungen betroffen sind, beispielsweise für Energie“, so die klaren Worte von Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE).

Tarifverhandlungen starten auch in NRW

Jetzt wird es ernst: Die Tarifgespräche für die rund 5,2 Millionen Angestellten im Groß- und Außenhandel sowie im Einzelhandel fangen in diesen Tagen an. Verdi verlangt unter anderem ein Gehaltsplus von sieben Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, wobei die Forderungen in den Bundesländern variieren können.

Der Auftakt der Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen ist bereits für den 17. April terminiert. Auch in Baden-Württemberg, Hamburg und Bayern starten die Gespräche noch im April. Ob eine rasche Einigung gelingt oder ob Streiks drohen, werden die kommenden Wochen zeigen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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