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„Größter und schönster weltweit“Trump präsentiert „Arc de Trump“ – und sorgt für Zoff

US-Präsident Donald Trump zeigt bei einem Abendessen für Spender, die zum Bau des neuen Ballsaals im Weißen Haus beigetragen haben, das Modell eines Triumphbogens. (Archivbild)

Copyright: John McDonnell/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump zeigt bei einem Abendessen für Spender, die zum Bau des neuen Ballsaals im Weißen Haus beigetragen haben, das Modell seines Triumphbogens.

Aktualisiert:

Donald Trump träumt von einem gigantischen Monument. Doch der Widerstand ist riesig und kommt sogar aus den eigenen Reihen.

Jetzt ist es offiziell: Die US-Regierung hat nach Angaben von Präsident Donald Trump bei der verantwortlichen Kommission die Entwürfe für einen umstrittenen Triumphbogen vorgelegt. Dazu wurden auch Bilder des Monumental-Projekts publiziert.

Auf seinem Kanal Truth Social jubelte Trump, es werde der „GRÖSSTE und SCHÖNSTE Triumphbogen, den es weltweit geben wird“. Das Bauwerk sei eine „wunderbare Bereicherung“ für die Gegend um die Hauptstadt. Doch während der Präsident von seinem neuen Lieblingsprojekt schwärmt, schlagen Kritiker Alarm: Sie zweifeln an der Realisierbarkeit und warnen vor explodierenden Kosten.

Trump will sich mit Mega-Bogen verewigen

Die Zahlen sind gewaltig: Laut den Plänen, welche die Commission of Fine Arts online stellte, soll das Monument eine Höhe von gut 76 Metern erreichen. Damit würde es den berühmten Pariser Arc de Triomphe (fertiggestellt 1836) um Längen schlagen – dieser ist nur etwa 50 Meter hoch. Als Standort ist ein Verkehrskreisel am Rand des District of Columbia vorgesehen, wo die Arlington Memorial Bridge in Richtung des Lincoln Memorials beginnt.

In den US-Medien wird das Projekt bereits spöttisch als „Arc de Trump“ bezeichnet. Laut einem Bericht der „Washington Post“ hagelt es von Architekturexperten Kritik. Der Grund: Die gewaltige Höhe passe überhaupt nicht zur umliegenden Bebauung. Das Blatt erwähnt aber auch, dass es unter Historikern durchaus Befürworter für ein solches Monument in der amerikanischen Hauptstadt gibt.

Republikaner schießt gegen Trump: „Es geht um sein Ego“

Besonders heftig ist der Gegenwind aus der eigenen Partei. Der republikanische Abgeordnete Don Beyer machte seinem Ärger am Freitag auf Social Media Luft und fand deutliche Worte: „Während sich die Amerikaner Sorgen um explodierende Kosten und einen weiteren endlosen Krieg machen, konzentriert sich Präsident Trump auf ein von den Steuerzahlern finanziertes Prestigeprojekt, das den Verkehr lahmlegen, unsere Skyline versperren und über dem heiligen Boden thronen würde, auf dem diejenigen begraben sind, die unserem Land gedient haben – darunter meine eigenen Eltern und meine Schwester“.

Der Abgeordnete legte nach und richtete eine direkte Kampfansage an den Präsidenten: „Hier geht es nicht um Amerikas 250. Jubiläum oder darum, unsere Veteranen zu ehren“, so Beyer. Sein Fazit ist knallhart: „Es geht um Donald Trumps Ego – und wir werden das verhindern.“

Auch Veteranen ziehen vor Gericht

Der Widerstand formierte sich schon früher. Bereits im Februar zogen Vietnamkriegsveteranen gemeinsam mit einem Historiker vor ein Bezirksgericht in Washington, um das Bauvorhaben per Klage zu verhindern.

Ihre Befürchtung: Der gigantische Bogen würde vom Nationalfriedhof Arlington aus den Blick auf wichtige Gedenkstätten wie das Vietnamkriegs- und das Lincoln-Denkmal blockieren. Ein erster Versuch scheiterte jedoch: Wie CNBC meldete, wies eine Richterin den Antrag auf eine einstweilige Verfügung letzte Woche zurück. (mit dpa) (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

US-Präsident Donald Trump besteigt am Freitag (10. April 2026) die Air Force One auf dem Flughafen Charlottesville-Albemarle auf dem Weg nach Washington.

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