Massiver Drohnen-Angriff der Ukraine auf Russlands Öl-Herz
Schlag gegen Putins ÖlHunderte Drohnen auf Raffinerien und Rüstungsbetriebe geschickt

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In Sewastopol wurde nach Angaben der Besatzungsverwaltung ein historisches Museum getroffen. (Archivbild)
Explosive Nacht über Russland! Die Ukraine startet einen massiven Angriff mit Drohnen und Raketen. Ziele liegen hunderte Kilometer tief im Land.
Die Streitkräfte der Ukraine haben in der Dunkelheit Ziele weit im russischen Hinterland attackiert. Aus Moskau meldete das Verteidigungsressort, man habe 326 unbemannte Flugobjekte neutralisiert. Eine unabhängige Bestätigung für diese Angabe gibt es nicht, doch das Ausmaß deutet auf eine Operation von erheblichem Umfang hin.
Informationen aus russischen Telegram-Kanälen zufolge wurde unter anderem die Raffinerie in Samara, gelegen an der Wolga, getroffen. Laut offiziellen Stellen sollen zudem in der Region Wladimir, die östlich von Moskau liegt, zwei Infrastrukturanlagen beschädigt worden sein. Berichte auf Telegram legen nahe, dass es sich auch hier um Einrichtungen der Ölbranche handelt.
Nadelstiche gegen Russlands Öl-Herz
In Tscheboksary, ebenfalls an der Wolga, vermeldeten die Behörden drei Verletzte infolge einer Raketenattacke. Es wird vermutet, dass dort ein Betrieb der Rüstungsindustrie das Ziel war. Der größte Schockmoment: Sogar im von Kiew 2.800 Kilometer entfernten Omsk in Sibirien wurde Alarm ausgelöst. Dort steht Russlands größte Ölraffinerie. Ob es zu einem tatsächlichen Treffer kam, blieb aber zunächst unklar.
Krim: Drohne kracht in Geschichtsmuseum
Auf der Halbinsel Krim, die von Russland annektiert wurde, kam es in Sewastopol zu einem Vorfall. Ein unbemanntes Fluggerät schlug in ein historisches Museum ein, das das Panorama der Belagerung der Stadt im Krimkrieg im 19. Jahrhundert zeigt. Der Chef der Besatzungsverwaltung, Michail Raswoschajew, bezeichnete dies auf Telegram als bewusste Attacke auf eine Kultureinrichtung.
Ein solcher Angriff passt jedoch kaum zu den bisherigen Taktiken der Streitkräfte der Ukraine. Im Gegensatz dazu hat die russische Seite während des mehr als vierjährigen Angriffskrieges durch Luftschläge zahlreiche Museen, Theater, Bibliotheken, Schulen und Gotteshäuser in der Ukraine schwer beschädigt.
Russlands Rache: Drohnen-Hagel auf Charkiw
Die russische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten und traf die grenznahe ukrainische Metropole Charkiw besonders hart. Die Verwaltung der Region vor Ort meldete 26 Einschläge in sehr kurzer Zeit, bei denen es fünf Verletzte gegeben haben soll. Die ukrainische Luftverteidigung zählte in der Nacht insgesamt 207 russische Drohnen und gab an, 181 davon abgewehrt zu haben. (dpa/red)
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