Nestlé hielt Russland die Treue, jetzt schlägt der Kreml zu. Der Schweizer Riese verliert die Kontrolle. Was steckt dahinter?
Moskaus eiskalte EnteignungPutin greift bei Nestlé durch – per Erlass

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Kremlchef Wladimir Putin stellt Nestlé kalt
Eine unerwartete Wendung aus dem Kreml: Per Anordnung hat Wladimir Putin die russischen Tochterfirmen des Schweizer Nahrungsmittel-Giganten Nestlé unter staatliche Aufsicht gezwungen. Diese einschneidende Verfügung trifft ebenso den französischen Handelskonzern Auchan.
Laut einem Dekret, das am Donnerstag publik wurde, wird die Leitung der Unternehmensanteile an die russische Gesellschaft L.E.V. Management abgegeben. Obwohl Nestlé und Auchan formal Eigentümer bleiben, haben sie keinerlei Verfügungsgewalt mehr über ihre Aktivitäten. Das berichtet „DER SPIEGEL“.
Es ist mehr als zweifelhaft, ob diese Regelung wirklich nur von kurzer Dauer sein wird. In der Vergangenheit wurden bereits andere Firmen wie Carlsberg und Danone nach der Invasion in der Ukraine unter staatliche Kontrolle gebracht und schließlich komplett aus dem russischen Wirtschaftsraum verdrängt.
Für Nestlé ist dieser Vorgang besonders bitter. Der Konzern hatte sich, anders als zahlreiche westliche Unternehmen, entschieden, in Russland aktiv zu bleiben. Laut eigener Aussage wurde das Sortiment dabei auf essenzielle Lebensmittel beschränkt. (red)
