Der Krieg in der Ukraine fordert einen unfassbaren Blutzoll. Neue Zahlen zeigen das ganze Ausmaß der russischen Verluste.
1,5 Millionen SoldatenPutins Armee zahlt einen hohen Preis in der Ukraine

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Gräber russischer Soldaten
Seit über viereinhalb Jahren wütet Russlands brutaler Angriffskrieg in der Ukraine, und ein Frieden scheint ferner denn je. Während Moskau seine Attacken, insbesondere auf die Metropole Kiew, stetig intensiviert, nehmen die Verluste auf russischer Seite erschreckende Ausmaße an.
Ukrainischen Angaben zufolge hat das russische Militär allein am Dienstag 1480 weitere Soldaten durch Tod oder Verletzung eingebüßt. Diese Zahl hebt die Gesamtbilanz der personellen Verluste für die Streitkräfte Russlands auf die schwindelerregende Höhe von 1.500.870. Das berichtet „Frankfurter Rundschau“.
Tausende Panzer und Fahrzeuge zerstört
Doch es sind nicht nur Menschen, die verloren gehen. Die Liste des vernichteten militärischen Geräts ist immens und wächst von Tag zu Tag. Die Streitkräfte der Ukraine beziffern die russischen Materialeinbußen seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 bis zum 9. September 2026 auf 12.338 Panzer, 25.290 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und 49.383 Artilleriesysteme.
Demnach kommen 2.105 Mehrfachraketenwerfer, 1.613 Flugabwehrsysteme, 441 Flugzeuge sowie 355 Helikopter hinzu. Die Menge der abgeschossenen Drohnen ist mit 506.188 gigantisch, ebenso die der unschädlich gemachten Marschflugkörper mit 5.103. Die russische Marine musste sogar auf See Einbußen hinnehmen, darunter 35 Schiffe oder Boote und zwei U-Boote.
Terror gegen Zivilisten: Angriffe auf Städte und Züge
Unterdessen geht der Schrecken für die ukrainische Zivilbevölkerung unvermindert weiter. In der Hauptstadt Kiew kostete eine Serie russischer Attacken, die in der Nacht begann, mindestens fünf Menschen das Leben. Die Behörden gaben zudem bekannt, dass es mindestens 35 Verletzte gab, nachdem diverse Wohnhäuser getroffen und schwer beschädigt wurden.
Auch in anderen Landesteilen hat es Opfer gegeben. In der Sumy-Region wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Nahverkehrszug zehn Personen verletzt, als die Lokomotive und ein Waggon Feuer fingen. Auf der Bahnstrecke zwischen Dnipro und Saporischschja starb eine Angestellte der Eisenbahn. Der Energieversorger DTEK informierte über den Totalausfall eines Wärmekraftwerks, was in den Regionen Mykolajiw und Cherson zu einem kompletten Stromausfall führte.
Niemand ist sicher, nicht einmal an den Grenzen. Ein russischer Drohnenangriff auf einen Kontrollposten an der Grenze zu Moldau hat laut Behördenangaben mindestens zwei Zivilisten das Leben gekostet. Bei dem nächtlichen Angriff in Starokosatsche in der Odessa-Region erlitten drei weitere Personen Verletzungen. (red)
