Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen wurden zwei Beteiligte identifiziert.
Nach Leipziger Drohnen-AttackeZwei mutmaßliche Täter identifiziert – brisante Details

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ine ukrainische Frachtmaschine vom Typ Antonow AN-124 steht auf dem Flughafen Leipzig/Halle.
Ermittler haben laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ vom Mittwoch zwei Beteiligte an der Drohnen-Attacke Anfang August auf den Leipziger Flughafen identifiziert.
Es handele sich um einen gebürtigen Russen mit lettischem Pass sowie einen Mann aus Belarus mit russischem Pass, hieß es unter Berufung auf Recherchen der Zeitung gemeinsam mit NDR und WDR. Die Bundesregierung hatte am Dienstag Russland für die Attacke verantwortlich gemacht.
Verbindungen zum russischen Geheimdienst
Der gebürtige Russe mit lettischem Pass solle über Verbindungen zum russischen Geheimdienst verfügen, hieß es. Er sei offenbar Ende Juli über den Berliner Flughafen nach Deutschland eingereist und dann mit einem Mietwagen nach Leipzig gefahren. Zwei Tage vor der Drohnenattacke am 4. August habe er Deutschland wieder verlassen, erneut über den Berliner Flughafen.
Auf den zweiten Verdächtigen wurden die Ermittler laut dem Bericht durch DNA-Spuren an einer der Drohnen und an weiteren Gegenständen aufmerksam. Er soll mit einem italienischen Touristenvisum eingereist sein, das Ende April an einer italienischen Auslandsvertretung in Minsk ausgestellt worden sei. Dem Mann würden mehrere Straftaten in verschiedenen europäischen Ländern vorgeworfen.
Ein Logistiker, ein Instrukteur
Den beiden würden für die Drohnen-Attacke die Rollen eines Logistikers und eines Instrukteurs zugeschrieben, hieß es. In dem „SZ“-Bericht hieß es zudem, es seien mittlerweile drei Drohnen ganz oder in Teilen gefunden worden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Dienstag von russischen „Low-Level-Agenten“ gesprochen, die im Auftrag russischer Stellen gehandelt hätten. Namen oder weitere Einzelheiten nannte er jedoch unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Russland weist eine Verantwortung für den Angriff zurück. (afp)

