Alarmierende Pleitewelle trifft Firmen und Privatleute.
Pleite-Welle rollt weiterZahl der Firmenpleiten steigt weiter – auch Private betroffen

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Die Zahl der Insolvenzen bei Unternehmen und Privatleuten wächst angesichts der schwachen Wirtschaft
Deutschlands Wirtschaft hat es gerade richtig schwer. Eine Pleitewelle überrollt das Land, und es trifft nicht nur Firmen, sondern auch immer mehr Menschen ganz persönlich. Die neuesten Zahlen vom Statistik-Amt sind ein klares Alarmsignal.
Im ersten Vierteljahr 2026 gingen bei den Gerichten 6.275 Anträge auf Firmeninsolvenz ein. Das ist ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Besonders heftig war der März: Hier schoss die Zahl sogar um 15,8 Prozent in die Höhe – ein böses Omen für die Stabilität vieler Firmen.
Auch immer mehr Menschen in Geldnot
Doch die Krise erwischt nicht nur die Betriebe. Auch viele von uns haben immer größere finanzielle Sorgen. Im März wurden 7.462 Privatinsolvenzen gezählt, ein dramatischer Zuwachs von fast einem Fünftel (18,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat. Im gesamten ersten Quartal betrug der Anstieg sechs Prozent.
Überraschung: Gläubiger wollen weniger Geld
Und jetzt kommt der Moment, der stutzig macht: Obwohl die Zahl der Pleiten klettert, sind die Forderungen der Kreditgeber massiv gesunken. Im ersten Quartal summierten sie sich auf circa 9,3 Milliarden Euro – ein Jahr zuvor waren es noch heftige 19,9 Milliarden Euro.
Der Grund für dieses seltsame Bild: Laut den Statistikern hatten im ersten Quartal 2025 mehr Wirtschaftsriesen, also besonders große Konzerne, die Segel gestrichen. Das hatte die Forderungssumme damals extrem nach oben getrieben.
Diese Branchen hat es besonders erwischt
Rechnet man es auf 10.000 Firmen herunter, gab es im ersten Vierteljahr 17,7 Insolvenzen. Am schlimmsten getroffen sind Sektoren, die auch bei uns in Köln und der Umgebung eine riesige Rolle spielen: Transport und Logistik sowie die Gastronomie und die Baubranche. Viele Kneipen, Speditionen und Bauhandwerker kämpfen um ihre Existenz.
Spezialisten wie die von der Auskunftei Creditreform gehen davon aus, dass die Pleitewelle im laufenden Jahr weitergeht. Eine Untersuchung des Beratungsunternehmens EY Parthenon verdeutlicht, dass Banken mit mehr Sanierungsfällen rechnen. Auslöser sind die kletternden Preise für Energie und Rohstoffe, Kriege und eine schwächelnde Konjunktur.
Insbesondere der für Deutschland so bedeutende Automobil- und Maschinenbau steht demnach vor riesigen Umbrüchen. Als Exportland leidet Deutschland unter dem gebremsten globalen Wachstum und politischen Krisen mehr als andere europäische Nationen. Ein kleiner Lichtblick: In der Immobilienwirtschaft soll der Druck laut der Analyse nachlassen. (dpa/red)
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