Trotz Krise: Dax-Konzerne schütten Rekordsummen aus.
Rekord-Geld für AktionäreTrotz Krise: DAX-Konzerne schütten 56,7 Milliarden Euro aus

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Handelsraum der Frankfurter Börse: Die Dividenden für Aktionäre sind gestiegen. (Archivbild)
Das ist eine echte Sensation: Deutschlands Börsenriesen verteilen trotz Konjunkturflaute Gewinnausschüttungen in Rekordhöhe. Zusammen überweisen die 40 im Dax gelisteten Firmen circa 56,7 Milliarden Euro an ihre Investoren, wie Analysen der Dekabank offenlegen.
Diese Summe markiert nicht nur eine neue Bestmarke, sondern liegt auch fast 3,8 Milliarden Euro über den Prognosen der Fachleute. Ein unglaublicher Geldsegen für die Anleger, während viele Bürger den Gürtel enger schnallen.
Auto-Giganten verblüffen mit fetten Ausschüttungen
Insbesondere die Gewinnbeteiligungen der Automobilhersteller haben die Analysten erstaunt. Joachim Schallmayer, der bei der Dekabank den Bereich Kapitalmärkte leitet, erläutert, dass eigentlich mit erheblichen Reduzierungen gerechnet wurde. Aber die Realität sah anders aus: „Tatsächlich schüttet BMW sogar eine etwas höhere Dividende je Aktie als im Vorjahr aus. Mercedes und Volkswagen streichen ihre Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr zwar zusammen, aber weniger stark als prognostiziert.“
Finanzsektor und Telekom kassieren richtig ab
Der größte Batzen Geld wird laut Dekabank-Auswertung jedoch im Finanzbereich bewegt, mit ungefähr 15 Milliarden Euro. An der Spitze stehen Rückversicherer wie die Münchener Rück und Hannover Rück. Danach kommen Industriefirmen (etwa 12 Mrd. Euro) und der Automobilsektor (9,6 Mrd. Euro). Die spendabelsten Einzelzahler im Dax sind weiterhin die Allianz, Siemens sowie die Deutsche Telekom mit ihrer Zentrale im nahen Bonn. Wer hier investiert ist, hat Grund zur Freude.
Das Geheimnis: Warum die Kassen trotz Krise klingeln
Wie geht das zusammen? Die Erklärung ist der „Wie bitte?!“-Faktor in dieser Angelegenheit: Die Dax-Unternehmen erzielen etwa 80 Prozent ihrer Erlöse im Ausland. Die Konjunkturflaute in Deutschland berührt die weltweiten Giganten also kaum, solange die globale Ökonomie stabil läuft. Die Perspektiven bleiben deshalb vielversprechend, urteilt Schallmayer, selbst wenn das Umfeld durch den Iran-Krieg schwierig ist. Für das zweite Quartal wird ebenfalls ein Anstieg der Firmengewinne im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartet. Langzeitstudien belegen, dass Ausschüttungen einen erheblichen Anteil an der Aktien-Gesamtrendite ausmachen. (dpa/red)
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