Abo

Nach Verhandlungs-PauseZelenskyj schlägt Alarm – „Zeit, sie zu beenden“

EU-Gipfel

Copyright: Geert Vanden Wijngaert/Pool AP/AP/dpa

Selenskyj setzt auf neue Gespräche mit den USA über ein Kriegsende.

Nach wochenlanger Funkstille: Kiew will wieder an den Verhandlungstisch mit Washington.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj pocht auf eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA. Nach einer Zwangspause durch den Iran-Konflikt sollen die Verhandlungen zur Beendigung der russischen Invasion ab Samstag fortgesetzt werden. „Es gab eine Verhandlungspause, nun ist es Zeit, sie zu beenden“, erklärte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache aus der Hauptstadt Kiew.

Wie die dpa meldet, ist eine Abordnung ukrainischer Diplomaten, die den politischen Teil der Gespräche leitet, bereits auf dem Weg in die Vereinigten Staaten. Selenskyj gab an, die Strategie mit Rustem Umjerow, dem Sekretär des Sicherheitsrats, und seinem Büroleiter Kyrylo Budanow abgestimmt zu haben.

Treffen mit oder ohne russische Vertreter?

Das ukrainische Staatsoberhaupt sprach über eine Weiterführung der bisherigen Gesprächsformate, nannte aber Vertreter Russlands nicht explizit. Aus Moskau hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch mitgeteilt, dass die dreiseitigen Verhandlungen momentan pausieren. Einen Tag später hielt er eine Wiederaufnahme für möglich, sobald die USA einen Termin vorschlagen.

Selenskyj: Verhandlungslage für Ukraine wird schlechter

Während einer Videokonferenz mit dem EU-Gipfel in Brüssel warnte Selenskyj eindringlich. Die Verhandlungsposition verbessere sich durch den Iran-Konflikt für Russland, während sie für die Ukraine immer schlechter werde. Das dürfe man nicht hinnehmen.

Moskau beobachte, wie am Persischen Golf Munition für die Flugabwehr aufgebraucht wird, die seinem Land fehle. Russland ziehe Vorteile aus dem hohen Ölpreis, während die USA Strafmaßnahmen gegen Moskau gelockert hätten. Im Gegenzug kämen neue EU-Sanktionen nicht voran und ein entscheidender EU-Kredit über 90 Milliarden Euro für Kiew sei ungewiss. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Die Polizei sichert das Gelände bei einer Demonstration zur Unterstützung der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran vor der iranischen Botschaft in Berlin.

„Das hat gewisse Konsequenzen“

Iran fordert von Deutschland jetzt „Klarstellung“