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Nach Trumps KursänderungMerz spricht vom „richtigen Weg“

Bundeskanzler Friedrich Merz sitzt vor einem Mikrofon und gestikuliert. Im Hintergrund steht auf einer Wand "World Economic Forum".

Bundeskanzler Friedrich Merz spicht am Donnerstag (22. Januar 2026) beim Weltwirtschaftsforum in Davos. 

Nach wochenlangen Drohungen im Grönland-Streit hat Trump den Kurs geändert. Bundeskanzler Merz reagiert.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Kursänderung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland begrüßt. Damit habe Trump den „richtigen Weg“ eingeschlagen, sagte Merz am Donnerstag in einer auf Englisch gehaltenen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Jede Drohung, europäisches Territorium mit Gewalt in Besitz zu nehmen, wäre „inakzeptabel“, erklärte Merz. Neue Zölle würden „zudem die Grundlagen der transatlantischen Beziehungen untergraben“.

Trump hatte nach wochenlangen Drohungen am Mittwoch nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos eine vorläufige Einigung im Streit um Grönland bekannt gegeben. Rutte erklärte, Trump und er hätten Wege besprochen, wie die Nato die gesamte Arktis absichern könne.

Trump kündigte an, deshalb auf von ihm angekündigte Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder zu verzichten.

Merz sagte in seiner Rede, die US-Regierung habe ihre „vehement“ vorgetragenen Forderungen nach „mehr Einfluss in Grönland“ mit „Sicherheitsbedrohungen“ im hohen Norden begründet. „Wir begrüßen, dass die Vereinigten Staaten die von Russland ausgehende Bedrohung in der Arktis ernst nehmen“, sagte der Kanzler. Die „Sicherung des hohen Nordens“ durch die Nato sei „ein gemeinsames transatlantisches Interesse“. Deutschland setze sich „genau dafür ein“.

Bundeskanzler Merz: Werden Dänemark, Grönland und den Norden schützen

„Wir tun dies im Rahmen der Nato und werden unser Engagement noch ausweiten“, kündigte der Kanzler an. Die europäischen Nato-Mitglieder müssten in der Arktis „mehr tun“. „Unsere Nachbarn und Partner in Europa, einschließlich Dänemark und der Bevölkerung Grönlands, können auf unsere Solidarität zählen“, sagte Merz. „Wir werden Dänemark, Grönland und den Norden vor der Bedrohung durch Russland schützen.“

Dabei müssten aber die Prinzipien gewahrt werden, „auf denen die transatlantische Partnerschaft beruht: Souveränität und territoriale Integrität“, sagte Merz. Die Bundesregierung unterstütze Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA „auf der Grundlage dieser Prinzipien“.

Er habe dies in den vergangenen Tagen unter anderem mit Trump, der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Nato-Generalsekretär Rutte besprochen, berichtete Merz. Ziel dieser Gespräche sei „eine Einigung über eine engere Zusammenarbeit der Verbündeten im hohen Norden und darüber hinaus“. (AFP)