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Streich rechnet knallhart abKult-Trainer kritisiert FIFA-Boss und perverse WM-Ticketpreise

Christian Streich

Copyright: Andreas Gora/dpa

Christian Streich kritisiert Gianni Infantino scharf. (Archivfoto)

Kult-Trainer Christian Streich teilt gegen die FIFA aus.

Da platzt ihm der Kragen! Kurz vor dem WM-Start teilt Kult-Trainer Christian Streich mächtig aus. Im Visier: FIFA-Präsident Gianni Infantino und dessen Umgang mit Donald Trump.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christian Streich (61), der beim WM-Eröffnungsspiel als TV-Experte im ZDF zu sehen sein wird, hat FIFA-Präsident Gianni Infantino scharf kritisiert. „Eine solche Inszenierung von wenigen Menschen an der Macht, die sich dann teilweise noch die Behauptung erlauben, sie würden demokratische Werte schützen, ist natürlich eine Unverfrorenheit, die einen sprachlos macht“, sagte Streich in einem „kicker“-Interview.

Streich über Infantino-Treffen mit Trump: „Macht einen sprachlos“

Es löse bei ihm „echt Bedenken“ aus, dass Vorgänge, die früher im Hintergrund stattfanden, inzwischen „vollkommen öffentlich dargestellt“ würden. Als Beispiel nannte er die Verleihung eines von der FIFA extra geschaffenen Friedenspreises an den US-Präsidenten Donald Trump im Dezember des vergangenen Jahres. Sein resigniertes Fazit: „Andererseits wundert einen inzwischen ja fast nichts mehr.“

Bei der umstrittenen Aufstockung der WM auf 48 Teilnehmer sieht der Ex-Freiburg-Coach allerdings nicht nur Nachteile. Er nannte ein wichtiges Gegenargument: Kleine Verbände wie Curaçao oder Kap Verde, die sich sportlich qualifiziert haben, würden profitieren. Durch die FIFA-Honorare komme „relativ viel Geld in diese kleinen Verbände“, so Streich.

„Das wäre Herrschaftsdenken der Mächtigen“

Für ihn ist klar: „Wir können als große Fußballnation, die sich bisher immer für die WM qualifiziert hat, nicht den Anspruch ableiten, nur mit 16 oder 24 spielen zu wollen. Das wäre Herrschaftsdenken der Mächtigen.“

Eine klare Meinung hat Streich auch zu den Ticketpreisen. „Was da aktuell bei der WM mit den Tickets passiert, ist pervers: Profitmaximierung um jeden Preis und eben auf Kosten vieler Menschen“, polterte der 61-Jährige. „Das ist so dermaßen elitär, und ich denke nicht, dass die Leute, die das bezahlen können, sagen: super, dass die anderen nicht reinkommen.“

„Wem gehört eigentlich das Spiel? Allen!“

Er fragt sich, wo denn überhaupt noch verschiedene Gesellschaftsschichten zusammenkommen: „Beim Sport oder allenfalls noch in Einrichtungen wie einem Schwimmbad.“

Trotz all der Kritik will sich Streich die Liebe zum Fußball aber nicht nehmen lassen. „Ich habe irgendwann gedacht: Wem gehört eigentlich das Spiel? Allen! Und ich bin einer davon. Soll ich mir das jetzt alles, diese Freude an diesem tollen Spiel, das weiterhin so die Menschen auf der Welt verbindet, vermiesen lassen wegen einiger weniger?“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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