Trump feiert Abkommen, doch der Iran widerspricht sofort
Wirbel um Iran-DealTrump verkündet Einigung, doch Teheran dementiert umgehend

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US-Präsident Trump stellt einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht.
Riesen-Aufregung im Weißen Haus: Der amerikanische Präsident Donald Trump redet über einen „großartigen“ Deal mit dem Iran. Aber während er bereits von einer Signatur am Wochenende fantasiert, erteilt Teheran ihm eine klare Abfuhr.
Gibt es nun die entscheidende Wendung im Iran-Konflikt? Wieder einmal hat US-Präsident Donald Trump eine baldige Grundsatzvereinbarung angekündigt. „Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt“, erklärte Trump im Weißen Haus. Die Unterlagen sollen schnellstmöglich finalisiert und eventuell bereits am kommenden Wochenende in Europa signiert werden.
Aus dem Iran folgte jedoch umgehend ein Widerspruch. Es sei noch kein Schriftstück fertiggestellt, meldete die iranische Agentur Fars, welche den einflussreichen Revolutionsgarden nahesteht. Sie zitierte dabei eine Person aus der Verhandlungsgruppe. Hochrangige Politiker im Iran äußerten sich vorerst nicht zu Trumps Ankündigung.
Trumps Ankündigungen: Ein bekanntes Muster
Dies ist nicht die erstmalige Erklärung des Republikaners, eine Übereinkunft stehe kurz bevor. Der amerikanische Nachrichtensender CNN hat exakt 39 Fälle gezählt, in denen Trump Derartiges verkündete, ehe die Gespräche anschließend erneut stagnierten.
Laut Trump sei es diesmal jedoch anders, da das iranische Oberhaupt Modschtaba Chamenei einer Grundsatzvereinbarung schon zugestimmt habe. Diese umfasse unter anderem die sofortige Freigabe der Straße von Hormus und die Beendigung der amerikanischen Seeblockade von Häfen im Iran. Auf seiner eigenen Plattform Truth Social teilte Trump allerdings mit, die US-Blockade würde bis zu einem finalen Vertragsabschluss komplett aufrechterhalten. Damit reagierten die Vereinigten Staaten auf die faktische Sperrung der für den globalen Handel bedeutenden Straße von Hormus durch den Iran.

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Der Konflikt um die Straße von Hormus dauert an. (Archivbild)
Trump sagt neue Militärschläge gegen Iran ab
Die Bekanntmachung erfolgte lediglich Stunden, nachdem der amerikanische Präsident geplante neue Attacken auf den Iran für Donnerstagabend gestoppt hatte. Vorher drohte er auf Truth Social, die Streitkräfte der USA würden das Land „sehr hart“ attackieren und die für die iranische Ölindustrie bedeutende Insel Charg besetzen. Die Vereinigten Staaten würden die „vollständige Kontrolle“ über die iranischen Öl- und Gasmärkte gewinnen, lautete die Drohung.
Im Persischen Golf gelegen, ist die Insel Charg von gewaltiger strategischer Wichtigkeit, weil über ihren Hafen beinahe der gesamte Export von Öl der Islamischen Republik erfolgt. Trump rechtfertigte die Absage der Attacken mit Verhandlungen, welche die „höchste Ebene“ der Führung im Iran erreicht haben sollen. Details wären von sämtlichen involvierten Parteien genehmigt worden, einschließlich der USA, Israel, Saudi-Arabien, der Türkei und anderer Länder.

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Israels Regierungschef Netanjahu pocht auf die Sicherheitsinteressen seines Landes. (Archivbild)
Regierung in Israel besteht auf Sicherheits-Zusagen
Laut eigenen Aussagen hat die Regierung Israels aus Washington die Garantie bekommen, dass die Sicherheitsbelange des jüdischen Staates in einer Vereinbarung Beachtung finden. Aus dem Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu hieß es, Trump habe zugesagt, ein Abkommen würde die Beseitigung des von Iran angereicherten Urans und den Rückbau der Anlagen zur Anreicherung beinhalten.
Trump habe überdies garantiert, dass ein finales Abkommen auch die iranische Raketenproduktion limitieren und die Hilfe für Gruppierungen wie die palästinensische Terrororganisation Hamas sowie die Hisbollah-Miliz im Libanon einstellen würde. An den Gesprächen zur „sich abzeichnende Absichtserklärung“ sei Israel nicht beteiligt.

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Irans Atomprogramm ist einer der größten Streitpunkte zwischen Washington und Teheran. (Archivbild)
Schwierige Verhandlungen um eine Übereinkunft
Wochenlang schon beraten Repräsentanten aus Washington und Teheran über eine Beendigung des Konflikts, welcher Ende Februar durch Attacken der USA und Israels auf den Iran ausgelöst wurde. Obwohl seit mehr als zwei Monaten ein Waffenstillstand besteht, gab es wiederholt gegenseitige Feuergefechte.
Eine Grundsatzvereinbarung soll jetzt die Basis für intensivere Gespräche bilden. Der zentrale Konfliktpunkt ist das iranische Atomprogramm und die israelische Befürchtung, Teheran könne hochangereichertes Uran zur Herstellung einer Atombombe einsetzen. Andere Streitfragen sind die Kontrolle der Straße von Hormus, der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah und die iranische Forderung, die Wirtschaftssanktionen aufzuheben. (dpa/red)
Die Agentur Fars meldet, eine Übereinkunft sei bereits vor etwa zwei Wochen beinahe fertiggestellt gewesen, aber wegen militärischer Spannungen gestoppt worden. Durch die Vermittlung von Katar habe man am Mittwoch erneut Fortschritte gemacht. Laut Trump könnte für eine eventuelle Signatur am Wochenende Vizepräsident JD Vance nach Europa kommen. Einen genauen Ort gab er nicht an. Er persönlich könne nicht teilnehmen, weil er am Sonntag (14. Juni 2026) seinen 80. Geburtstag zelebriert und anschließend zum G7-Gipfel nach Frankreich reist. (dpa/red)
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