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Mieten fressen EinkommenNeue Studie zeigt: Jeder dritte Mieterhaushalt ist überlastet

Wohnungssuche in Köln

Copyright: Oliver Berg/dpa

In Metropolen gibt es nur wenig bezahlbaren Wohnraum.

Wohnkosten-Hammer: Jeder dritte Mieter ist überfordert.

Die Miete frisst dein Gehalt auf und am Monatsende ist Ebbe im Portemonnaie? Damit bist du nicht allein. Eine neue Studie enthüllt das dramatische Ausmaß der Wohnkosten-Krise in Deutschland.

Die Zahlen sind ein Hammer: Ungefähr 3,2 Millionen Mieterhaushalte müssen über 40 Prozent ihres Nettoverdienstes allein für die Wohnung ausgeben. Das belegt eine Untersuchung des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), die für den Deutschen Mieterbund erstellt wurde. Und es geht weiter: Weitere 3,4 Millionen Haushalte zahlen zwischen 30 und 40 Prozent ihres Einkommens für die Kaltmiete plus Heizung.

Zählt man das zusammen, ist jeder dritte Haushalt von Mietern – das sind etwa 6,6 Millionen – durch die Wohnkosten überfordert. Melanie Weber-Moritz, die Präsidentin des Deutschen Mieterbunds, bezeichnete die Ergebnisse als besorgniserregend. „Die Bundesregierung muss jetzt Mieterinnen und Mieter vor weiteren Belastungen schützen.“

Besonders Geringverdiener am finanziellen Limit

Die Untersuchung macht klar, dass es vor allem die Menschen mit wenig Geld besonders hart trifft. Von den beinahe 20 Millionen Haushalten von Mietern in Deutschland zählen 42 Prozent (also 8,3 Millionen) zum einkommensschwächsten Drittel. Ihnen stehen durchschnittlich nur 1.417 Euro im Monat zur Verfügung und sie sind mit ihren Ausgaben für die Wohnung am „finanziellen Limit“.

Und es kommt noch heftiger: „Besonders betroffen sind die untersten 10 Prozent der Einkommensverteilung, sie haben eine durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 60 Prozent“, steht in der Untersuchung. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte des Geldes geht allein für die Wohnung drauf! Die Datenbasis ist der Mikrozensus von 2022, die Zahlen wurden auf den Stand von 2024 aktualisiert.

Das Statistische Bundesamt schätzt die Lage jedoch weniger dramatisch ein. Laut deren Berechnungen waren im Jahr 2025 lediglich 11,2 Prozent der Bevölkerung – also ungefähr jeder Neunte – von den Wohnkosten überfordert. Der Grund für die Abweichung: Die Behörde legt einen strengeren Maßstab an und definiert Haushalte erst dann als überlastet, wenn mehr als 40 Prozent des Einkommens für das Wohnen ausgegeben werden.

Wer umzieht, zahlt drauf: Neue Mieter besonders betroffen

Ein Hauptgrund für die angespannte Situation: Die Mieten klettern unaufhörlich, vor allem für alle, die eine neue Wohnung suchen. Laut dem Mieterbund sind die Mieten bei Verträgen, die seit 2020 abgeschlossen wurden, im Durchschnitt um ein Fünftel gestiegen. Diese Haushalte haben mit 33 Prozent eine spürbar höhere Belastung durch Wohnkosten als Menschen, die schon länger in ihrer Wohnung leben.

Besonders heftig ist die Entwicklung in den Metropolen. In Berlin liegen die Mieten für Neuverträge im Schnitt 29 Prozent über dem Durchschnitt, in München sind es 26 Prozent und in Frankfurt 25 Prozent. Viele Leute mit günstigen Altverträgen wagen kaum noch einen Umzug – das lähmt den gesamten Wohnungsmarkt. Die Belastung durch Wohnkosten liegt in Großstädten bei über 30 Prozent, bei neuen Verträgen sogar über 35 Prozent, berichtet der Mieterbund.

Mieterbund-Chefin fordert: „Spirale muss gestoppt werden“

„Die Spirale immer stärker steigender Mieten muss gestoppt werden“, verlangt daher Mieterbund-Präsidentin Weber-Moritz. Sie fordert von der Bundesregierung, die Mietpreisbremse zu verschärfen und Regelverstöße endlich mit saftigen Strafen zu belegen. Die Bremse, die aktuell bis 2029 befristet ist, soll nach ihrer Forderung unbefristet und in ganz Deutschland gelten.

Zusätzlich verlangt der Mieterbund, den Bestand von Sozialwohnungen bis zum Jahr 2030 von derzeit 1,1 Millionen auf wenigstens 2 Millionen Einheiten zu vergrößern. Es seien auch mehr Wohnungen in öffentlicher Hand nötig, um auf dem Mietmarkt „ein dauerhaft preisgebundenes und bezahlbares Segment zu etablieren“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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