Nach ihrer Äußerung über Trump gibt es jede Menge Kritik für Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) – aus ihrer eigenen Partei.
Marie-Agnes Strack-ZimmermannIhre Trump-Aussage sorgt für heftige Kritik in der FDP

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) Anfang April in Taipei: In der FDP gibt es Wirbel um eine Aussage der Europapolitikerin zum versuchten Attentat auf Donald Trump.
Nach dem Attentatsversuch auf Donald Trump sorgt eine Äußerung von Marie-Agnes Strack-Zimmermann für ein Beben in der FDP. Aus der eigenen Partei schlägt ihr nun heftiger Wind entgegen.
Bei den Liberalen herrscht dicke Luft: Ein Konflikt ist entbrannt. Anlass sind Kommentare der Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus Düsseldorf. Es geht um den Anschlagsversuch auf den US-Präsidenten Donald Trump. Am Samstagabend hatte ein Mann versucht, gewaltsam zum Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses in einem Hotel in Washington vorzudringen, wobei Schüsse fielen.
„Man braucht sich nicht mehr zu wundern“
In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ kommentierte Strack-Zimmermann den versuchten Anschlag auf Trump – und ihre Worte provozierten heftige Reaktionen innerhalb ihrer Partei.
„Trumps brutale Aussagen Gruppen und Einzelpersonen gegenüber sind inzwischen so unterirdisch, dass man sich nicht mehr zu wundern braucht, dass diesen verbalen Exzessen schreckliche Taten folgen“, führte Strack-Zimmermann aus. Dies sei ebenfalls ein Aspekt der Wahrheit, so die Liberale.
Aufregung um Strack-Zimmermanns Trump-Analyse
Anschläge seien „tragischerweise in der Geschichte der Vereinigten Staaten häufig gegeben“, erläuterte Strack-Zimmermann außerdem. „Der einfache Zugang zu Waffen in den USA“ würde es möglichen Angreifern dabei besonders einfach machen.

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann spricht in einem Interview mit Journalisten. (Archivbild)
Diese Äußerungen stießen bei ihrem Parteikollegen Wolfgang Kubicki, einem Kandidaten für den FDP-Vorsitz, auf scharfe Ablehnung.
Der „Bild“-Zeitung sagte er im Hinblick auf Strack-Zimmermanns Kommentar: „Ich verstehe es nicht und kann es auch nicht verteidigen. Amerika ist immer noch ein demokratischer Rechtsstaat und Trump ein frei gewählter Präsident dieser großartigen Nation“. Er fügte hinzu: „Nichts kann Gewalt deshalb rechtfertigen.“
Kubicki und Hagen üben scharfe Kritik an Parteifreundin
Martin Hagen, der von Kubicki als Generalsekretär nominiert wurde, distanzierte sich ebenfalls von seiner Parteikollegin in Brüssel. Gegenüber EXPRESS.de erklärte er: „Ich halte Äußerungen, die den Anschein einer Täter-Opfer-Umkehr erwecken, für unangemessen. Es gibt in Demokratien keinerlei Rechtfertigung für Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung.“
Diese Angriffe wollte die FDP-Politikerin jedoch nicht hinnehmen – sie schlug auf der Plattform X zurück. „Leider verkürzen Wolfgang Kubicki und Martin Hagen meine Äußerungen in einer Weise, die ich einer sachlichen Debatte zumindest als nicht dienlich ansehe und eher als Wahlkampf ansehen muss“, teilte Strack-Zimmermann mit. „Von der Bezichtigung einer indirekten Mitschuld kann zudem keine Rede sein.“
Konter von Strack-Zimmermann: „Das ist nicht fair“
Sie habe in dem Gespräch mit der „Rheinischen Post“ den Anschlagsversuch „selbstredend verurteilt“, da dieser „durch nichts zu rechtfertigen“ sei. Dieser Aspekt sei von der „Bild“ aber gezielt ignoriert worden, „was ich in einer fairen Debatte als mindestens unglücklich erachte“, so die weitere Aussage von Strack-Zimmermann.
Darüber hinaus habe sie lediglich „auf Fakten hingewiesen“, betonte die Europapolitikerin. Der Umstand, dass „aus Worten Taten werden“, sei „dramatisch wie Konsens“, schrieb Strack-Zimmermann. „Nicht erst seit dem staatsstreichartigen Trumpschen Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar 2021 darf ein solch schreckliches Geschehen niemanden wundern.“
Vorwurf der FDP-Politikerin: „Verkürzt und verfälscht“
An ihre Parteifreunde Kubicki und Hagen richtete Strack-Zimmermann außerdem eine klare Ansage: „Von einem Kandidaten für den Parteivorsitz und seinem Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs erwarte ich keine Verkürzungen und Verfälschungen, sondern gerne kritische und harte, aber sachliche und faire Debatten.“ Bislang haben Kubicki und Hagen auf die Schelte ihrer Parteikollegin nicht geantwortet.
Der Schütze, der als Cole Tomas Allen identifiziert wurde, hatte am Samstagabend versucht, mit mehreren Waffen in die Gala-Veranstaltung im Washingtoner Hilton-Hotel einzudringen. Er eröffnete im Hotel das Feuer, während sich Trump, seine Ehefrau Melania und diverse Regierungsmitglieder mit Hunderten anderen Gästen im Ballsaal befanden. Ein Mitarbeiter des Secret Service wurde während eines kurzen Schusswechsels an seiner schusssicheren Weste getroffen. Der Angreifer wurde kurz danach in Gewahrsam genommen. (red)
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