Adidas mit Traumstart: WM soll US-Geschäft ankurbeln
Adidas legt Hammer-Zahlen vorKonzernchef verspricht für die WM eine „große, große Sache“

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Trotz einer komplizierten Weltlage hat der Sportartikelkonzern Adidas eines der besten Quartale der Firmengeschichte hingelegt (Archivbild).
Der Sportartikel-Riese Adidas aus Franken hat einen Traumstart ins Jahr hingelegt und eines der stärksten Quartale seiner Geschichte verbucht. Alle Augen sind nun auf die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada gerichtet, für die das Marketing bereits auf Hochtouren läuft.
Für Adidas soll das Turnier „eine große, große Sache“ werden, so die Worte von Firmenchef Bjørn Gulden in Herzogenaurach. „Die Sichtbarkeit unserer Marke wird enorm sein“, bekräftigte er. Die Fakten untermauern das: 14 Nationalmannschaften treten in Adidas-Jerseys an, jeder dritte Spieler wird die Marke mit den drei Streifen repräsentieren und sämtliche Spielbälle für die WM-Partien kommen aus der fränkischen Ideenschmiede.
WM soll US-Geschäft ankurbeln
Die Weltmeisterschaft könnte für Adidas der entscheidende Push sein, um auf dem US-Markt, der von Erzrivale Nike dominiert wird, stärker aufzutrumpfen. Im ersten Jahresviertel verzeichnete Adidas in Nordamerika schon ein Wachstum von 12 Prozent – erheblich mehr als in Europa (6 Prozent), jedoch weniger als in China (17 Prozent) oder Südamerika (26 Prozent).
Um die Präsenz der Marke zu steigern, rüstet Adidas in den Vereinigten Staaten unter anderem College-Mannschaften in populären US-Sportarten wie American Football oder Basketball aus.
Preiskämpfe machen Sorgen
Doch es läuft nicht alles rund. Besonders in Europa, aber auch in den USA, machen dem Unternehmen massive Preiskämpfe im Handel zu schaffen. Aus diesem Grund agiert der Konzern zunehmend zurückhaltend bei der Lieferung von Produktmengen an Großabnehmer.
Dies betrifft insbesondere den Lifestyle-Sektor – also zum Beispiel die klassischen Adidas-Sneaker, die man eher in der Freizeit als beim Sport sieht. „Wir hoffen natürlich, dass sich das Umfeld stabilisiert und sich die Rabatte normalisieren, aber das liegt leider nicht in unserer Hand“, erläuterte Konzernchef Gulden.
Aktie im Aufwind, Gewinn sprudelt
Die Geschäftszahlen können sich dennoch sehen lassen. Der Erlös kletterte in den ersten drei Monaten um mehr als 7 Prozent auf circa 6,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis aus dem Betrieb wuchs um 15,5 Prozent auf 705 Millionen Euro, während der den Aktionären zustehende Profit um 12,6 Prozent auf 482 Millionen Euro zulegte.
An der Börse sorgten diese Neuigkeiten für Jubel, und die zuletzt schwächelnde Adidas-Aktie zog kräftig an. Experten würdigten, dass Adidas von einer starken Dynamik bei Marke und Umsatz profitiert, was in der umkämpften Sportartikelbranche eine Seltenheit sei.
Adidas hält an seiner Prognose für das aktuelle Jahr fest. Der Umsatz soll währungsbereinigt im oberen einstelligen Prozentbereich zulegen. Im Jahr 2025 waren die Einnahmen der Marke Adidas währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro geklettert. (dpa/red)
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