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Der KommentarHitze?! Bei dem Thema geht die Politik baden

Hitze in Deutschland: Ein Thermometer vor einer rotglühenden Sonne

Copyright: Thomas Warnack/dpa

Extrem-Temperaturen wie in diesem Sommer werden wohl nicht die Ausnahme bleiben, sondern die Regel werden.

Mit Hitzeschutz haben wir's in Deutschland nicht so. Fahrlässig und zynisch findet das unsere Autorin.

Viel (zu viel) Kohle wird für Kohle und Co. rausgehauen, Tankrabatte statt Was das Thema Klimaschutz und vor allem Maßnahmen dagegen angeht, üben sich die meisten Politikerinnen und Politiker eher im Wegducken statt im Vorangehen. Ein Kommentar:

Nein, das ist kein toller Sommer mehr – auch, wenn es Spaß macht, spätabends leicht bekleidet im Biergarten zu sitzen. Die Hitze ist längst eine Naturkatastrophe, für viele Politiker offensichtlich aber noch immer ungeahnten Ausmaßes. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder beispielsweise postet munter ein Foto im Freibad und empfiehlt: „Bei Hitze hilft Schwimmen gehen.“

Geht's noch? Tausende von Hitzetoten sieht eben keiner. Man muss sich langsam ernsthaft fragen, ob Politiker die katastrophalen Zustände in Alten- und Pflegeheimen zynisch bis menschenverachtend hinnehmen, weil die Pflegekasse so entlastet wird. Wann kapiert der Letzte, dass der Klimawandel uns alle bedroht, dass das Thema Priorität haben MUSS?

Im Koalitionsvertrag steht, dass die Klimaanpassung als „Gemeinschaftsaufgabe“ von Bund und Ländern geprüft werde. Geht’s noch vager? So kann der schwarze Peter hin und her geschoben werden. Der CDU-Wirtschaftsflügel fordert inmitten der Hitze gar, die Klimaschutzziele zu verschieben. Es gibt nach wie vor Dieselprivilegien, Steuerbefreiungen für Kerosin oder Kohlehilfen – dafür fällt 2027 für neu installierte, kleine Dachphotovoltaikanlagen die feste Einspeisevergütung weg.

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien und anderer Klima-Lösungen muss volle Vorfahrt bekommen“, sagte diese Woche Umweltminister Carsten Schneider (SPD) – und forderte einen „Paradigmenwechsel mit Blick auf Wasser“ und den „Umbau unserer Wälder“. Schade, den Schneider kennt kaum einer, wenn man fragt, wer in der aktuellen Regierung ein Ministeramt bekleidet ...

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