Mehrere Kunstrasenplätze in Köln sind nicht bespielbar. Eine Katastrophe für die betroffenen Vereine.
Frust bei Kölner Vereinen„Nach fünf Minuten war ich einen Zentimeter größer“

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Auch der Sportpark Höhenberg (Archivfoto) ist laut der Stadt Köln betroffen.
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Viele Sportvereine sind glücklich, wenn ihr Ascheplatz in einen modernen Kunstrasenplatz umgebaut wird. In Köln ist es allerdings in den letzten Wochen auf mehreren Plätzen zu einem katastrophalen Zustand gekommen. Fußball spielen? Nahezu unmöglich!
Denn das Gummi-Granulat war so weich geworden, dass es unter den Fußballschuhen der Kicker kleben blieb – eine dicke, schwere Schicht!
Auf Kölner Kunstrasenplätzen „wachsen“ die Spieler
„Nach fünf Minuten war ich einen Zentimeter größer“, erzählt ein EXPRESS.de-Leserreporter, der als Kicker betroffen ist. Er habe dann mit einem Schraubenzieher das Granulat heruntergekratzt.
Sie hätten zunächst versucht, die Situation durch Bewässerung zu verbessern. „Hat aber nichts gebracht“, erklärt er. Inzwischen seien Spieler und Trainer genervt. Der Leserreporter am Donnerstag (27. August) gegenüber EXPRESS.de: „Wir trainieren jetzt auf einem Kinderplatz. Heimturniere gibt es natürlich auch nicht mehr.“
Gestern hätten sie ihren Kunstrasenplatz erneut getestet. „Da hatten wir wieder mehr als einen Zentimeter Granulat unter unseren Schuhen.“
Das Problem gebe es massiv seit dem Sommer, als es so extrem heiß wurde, erzählt er. Der Sportler: „Es ist deutlich schlimmer als letztes Jahr, da hatten wir nur ein bisschen unter dem Schuh, sodass das Laufen nicht beeinträchtigt war.“

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Auf mehreren Kölner Kunstrasenplätzen bleibt das Granulat den Spielern an den Schuhen pappen.
Das Kölner Kunstrasen-Desaster: Laut Stadt sind insgesamt sechs städtische Sportanlagen betroffen!
Dabei handelt es sich um die Sportanlagen Heerstraße und Kolkrabenweg mit je einem Groß- und je einem Kleinspielfeld sowie den Höhenberger Sportpark, die Sportanlagen Freimersdorfer Weg, Pastor-Wolff-Straße und Fort Deckstein mit je einem Großspielfeld. Außerdem die Sportanlage Am Gleisdreieck, die sich aber nicht im Eigentum der Stadt befindet.
Stadt Köln: Ligabetrieb voraussichtlich nicht möglich
„Auf allen betroffenen Plätzen wurden bereits Ortsbesichtigungen durchgeführt“, erklärt Maximilian Daum vom städtischen Presseamt auf EXPRESS.de-Nachfrage. Auf dieser Grundlage habe die Stadt alle erforderlichen Unterlagen für die Ausschreibung der Arbeiten vorbereitet. Daum: „Parallel wurden mögliche Auftragnehmer hinsichtlich ihrer fachlichen Eignung und ihrer Kapazitäten für eine möglichst zeitnahe Ausführung abgefragt und geprüft.“
Ein regulärer Ligabetrieb sei unter den derzeitigen Bedingungen auf den betroffenen Plätzen voraussichtlich nicht möglich. „Auch der Trainingsbetrieb wird nach einer ersten Einschätzung von starken Einschränkungen betroffen sein. Mit den Vereinen und dem Fußballverband Mittelrhein wurde bereits Kontakt aufgenommen. Derzeit wird geprüft, welche Möglichkeiten zur Verlagerung der Trainings- und Spielzeiten auf anderen Kölner Sportanlagen bestehen. Die Stadt ist mit den Vereinen in engem Austausch“, so der Stadtsprecher.
Bereits in den Jahren 2021 und 2022 war es laut Maximilian Daum auf einigen Kunststoffrasenplätzen zu Verklebungen des Kunststoffgranulates gekommen. „Damals sei das verklebte Granulat ausgearbeitet und durch Quarzsand ersetzt worden. Anschließend konnten die Plätze wieder uneingeschränkt in Betrieb genommen werden. Dieses Vorgehen ist auch für die aktuell betroffenen Plätze wieder vorgesehen. Die Kosten betragen pro Anlage je nach Platzgröße schätzungsweise zwischen 50.000 und 85.000 Euro“, erklärt er.
