Wie lassen sich Schulen, Kitas und öffentliche Räume in Köln besser vor Hitze schützen? Ein Modellprojekt liefert Antworten für ganz NRW.
Köln wird Test-Stadt für HitzeschutzWas das Modellprojekt kostet und wer es bezahlt

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Ein gezielter Plan gegen die Folgen des Klimawandels wird modellhaft in Köln erprobt. (Archivbild)
Köln wird Modellstadt, um die Kommunen in Nordrhein-Westfalen gezielter gegen Hitze und weitere Folgen des Klimawandels zu schützen. Zusammen mit der Zurich Gruppe Deutschland solle anhand zahlreicher Daten ein entsprechender Investitionsfahrplan entstehen, kündigte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) in Düsseldorf an.
Konkret gehe es etwa um Fragen wie: „Wo schaffen Verschattung, Begrünung, Entsiegelung und ein kluger Umgang mit Wasser den größten Schutz für Menschen und Infrastruktur?“, erläuterte die Ministerin das Projekt „Cooles Nordrhein-Westfalen“. Genau dort werde zuerst angesetzt. „So machen wir unsere Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegen Hitze.“
Besonders Schutzbedürftige stehen im Fokus
Bis zu 25 priorisierte Standorte sollen in Köln untersucht werden. Im Fokus stehen Orte, an denen eine hohe Hitzebelastung auf besonders schutzbedürftige Menschen oder wichtige kommunale Funktionen trifft – etwa Schulen, Kindertagesstätten, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie stark genutzte öffentliche Räume.
Fachleute bewerten unter anderem Verschattung, Versiegelung, Gebäudebelastung, Aufenthaltsqualität und vorhandene Schutzmaßnahmen. Die Kosten für das Modellprojekt belaufen sich auf 98.000 Euro – finanziert durch den Landeshaushalt. Für Köln, das im Haushalt mit harten Sparmaßnahmen agieren muss, entstehen laut Scharrenbach keine Kosten.
Die Ergebnisse sollen dann als praxistauglicher Fahrplan für konkrete Investitionen aufbereitet werden und auf weitere Kommunen übertragbar sein. (dpa/red)
