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Warum trifft uns dieses LeidJoko & Klaas nutzen Sendezeit für schockierende Ukraine-Doku

Joko Winterscheidt (l-r) und Klaas Heufer-Umlauf

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

Die beiden Entertainer geben dieses Mal Menschen an der Front in der Ukraine Sendezeit. (Archivbild)

Statt Spaß: Joko & Klaas zeigen die harte Realität des Krieges.

Anstelle von Spaß und Blödsinn zeigten sie die brutale Wahrheit. Mehr als drei Stunden lang nutzten die TV-Moderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ihre bei ProSieben erspielte Sendezeit. Sie präsentierten den bedrückenden Alltag im ukrainischen Kriegsgebiet – erzählt von den Menschen, die dort leben.

Aus den ursprünglich vorgesehenen 15 Minuten wurde eine abendfüllende Sendung. Die Doku mit dem Titel „Joko & Klaas Live - #dontlookaway“ lief am Ende über drei Stunden. In dem Beitrag kommen verschiedene Personen zu Wort: ein Pilot für Drohnen, ein Mediziner, eine Verwaltungsangestellte, ein Helfer bei Evakuierungen und ein Ordnungshüter. Sie alle beschreiben die Schreckensszenarien des russischen Angriffskrieges, der nun schon über 1.560 Tage wütet.

Ein Appell an die Zuschauer: „Schaut nicht weg“

Der Film startet mit einer direkten Botschaft von einem der Beteiligten: „Vor einiger Zeit haben sie uns Kameras in die Ukraine geschickt und gefragt: Was würdet ihr Menschen über euren Alltag erzählen? Was sollten sie sehen? Das ist es, was wir euch zeigen wollen. So sehen unsere Tage aus. Das ist unser Leben. Schaut nicht weg.“

Wieder einmal gaben Joko und Klaas ihre gewonnene Sendezeit an Menschen ab, deren Geschichten ihrer Meinung nach Aufmerksamkeit verdienen. Anstelle der üblichen Viertelstunde wurde ein etwa 200 Minuten langer Film ohne Werbeunterbrechungen ausgestrahlt. Bis zur Ausstrahlung wurde streng geheim gehalten, was die beiden mit ihrer gewonnenen Zeit vorhatten.

Zerstörung, Tod und Trauer: Die harte Realität

Der Beitrag springt permanent zwischen den verschiedenen Schicksalen. Man sieht den Chirurgen Andriy, der einen schwer verwundeten Mann versorgt und nebenbei erwähnt, dass auch Tote eingeliefert werden. Im nächsten Moment sind trauernde Personen zu sehen, die um ihre Familienmitglieder weinen. Olha, die bei einem kommunalen Unternehmen des Stadtrats von Cherson angestellt ist, geht durch komplett zerbombte Häuser. Eine 81 Jahre alte Frau berichtet, dass sie nur knapp einem Drohnenangriff entgangen ist und sonst nicht mehr leben würde.

Ein Augenblick jagt den Zuschauern einen kalten Schauer über den Rücken: Der Drohnenpilot Dmytro präsentiert eine ganze Reihe von Drohnen am Boden eines Zimmers und erklärt nüchtern: „Unsere Drohnen, die heute töten gehen.“ Gleichzeitig stellt eine Polizistin mit leerem Blick die Frage: „Warum trifft uns dieses Leid?“

„Ich will so gerne zurück zu meiner Frau“

Der Mediziner Andriy (39) äußert zum Schluss seine Hoffnung, dass ein derart furchtbarer Krieg niemals wieder stattfinden möge. Gleichzeitig beschleicht ihn das Gefühl, dass dieser Konflikt niemals aufhören wird. Sein sehnlichster Wunsch ist ganz persönlich: „Ich will so gerne zurück zu meiner Frau.“

Die Aufnahmen der Handkameras erzeugen oft einen trügerischen Frieden. Wenn die Beteiligten durch Wohnviertel gehen, scheint zunächst alles normal. Doch dann enthüllen zerstörte Häuser, ausgebrannte Autowracks und zutiefst traumatisierte Personen die ganze bedrückende Wirklichkeit.

Es ist nicht das erste Mal, dass Joko (47) und Klaas (42) ihre Sendungen bei ProSieben für ernste Anliegen einsetzen. Schon seit Jahren machen sie auf gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam, darunter Seenotrettung, Extremismus von rechts oder die Rechte von Frauen. Mit Formaten wie „Joko & Klaas gegen ProSieben“ sind die beiden für den TV-Sender essenzielle Quotenmagnete und ziehen ein riesiges Publikum an. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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