Der Sprit-Hammer trifft United Airlines hart: Die Fluggesellschaft muss jetzt zahlreiche Verbindungen kappen.
Iran-Konflikt lässt Kerosinpreise explodierenUnited Airlines reagiert mit Flug-Kahlschlag – das müssen Reisende wissen

Copyright: David J. Phillip/AP/dpa
Die hohen Kerosin-Preise machten einige Flugstrecken von United Airlines unrentabel. (Archivbild)
Airline-Boss zeichnet Schreckensszenario für die Zukunft
Wegen der explodierenden Treibstoffkosten infolge des Iran-Konflikts greift die amerikanische Fluglinie United Airlines zu drastischen Maßnahmen. Ihr Flugplan wird nun ausgedünnt. Wie Unternehmenschef Scott Kirby bekannt gab, werden circa fünf Prozent der ursprünglich für dieses Jahr vorgesehenen Kapazitäten zeitweise aus dem Programm genommen.
Die Fluggesellschaft bereitet sich auf ein echtes Horror-Szenario vor: Kirby prognostiziert einen möglichen Anstieg des Rohölpreises auf bis zu 175 Dollar (151 Euro) pro Barrel. Eine Besserung der Lage ist wohl fern – er erwartet, dass der Preis kaum vor Ende 2027 wieder unter die 100-Dollar-Marke (86 Euro) sinken wird. Zugleich relativierte er seine Aussage mit dem Hinweis, dass die Entwicklung eventuell auch weniger dramatisch ausfallen könnte.
Kerosin-Schock: Kostenexplosion in Milliardenhöhe
Laut Informationen der Nachrichtenagentur „dpa“, hat sich der Preis für Kerosin binnen der letzten Wochen mehr als verdoppelt. Der Chef von United machte deutlich, was das bedeutet: Auf dem jetzigen Stand wären das für die Fluggesellschaft jährliche Mehrkosten für Treibstoff in Höhe von elf Milliarden Dollar. Ungeachtet dieser enormen finanziellen Last, beruhigte Kirby die Belegschaft: Das Unternehmen verfüge über ein starkes finanzielles Polster und werde nicht bei Investitionen in die Zukunft den Rotstift ansetzen.
Hier wird der Rotstift angesetzt: Diese Verbindungen fallen weg
Aber welche Routen trifft es konkret? Etwa ein Prozent der Kapazität ist schon durch die gestoppten Verbindungen nach Tel Aviv und Dubai weggefallen. Darüber hinaus werden in den kommenden beiden Quartalen Strecken, die sich nicht lohnen, aus dem Plan genommen, was circa drei Prozent der Gesamtkapazität betrifft. Hier geht es beispielsweise um Flüge in der Nacht oder Routen, die dienstags, mittwochs oder samstags bedient werden. Am Luftfahrt-Knotenpunkt Chicago wird ein zusätzliches Prozent gestrichen.
Der Grund für die kletternden Ölpreise liegt in der Furcht vor Attacken aus dem Iran. Aus diesem Grund wagen sich aktuell fast keine Öltanker mehr durch die Straße von Hormus. Diese Meerenge, gelegen zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten, stellt eine der zentralen Wasserstraßen für den globalen Öl- und Flüssiggas-Handel dar. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
