Die Auseinandersetzung im Iran weckt Sorgen vor einer neuen ökonomischen Krise. Ein führendes deutsches Institut legt nun eine Bewertung vor, die aufhorchen lässt: Für dein Portemonnaie könnte es eng werden, aber die deutsche Ökonomie scheint glimpflich davonzukommen.
Iran-KonfliktDüstere Aussichten für dein Konto – aber ein Fünkchen Hoffnung bleibt

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Mit dem Anstieg des Ölpreises drohen negative Folgen für die deutsche Wirtschaft (Archivbild)
Laut einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird der Konflikt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland voraussichtlich nur geringfügig dämpfen, so berichtet die dpa. Der Aufschwung der deutschen Ökonomie werde dadurch zwar verlangsamt, aber nicht zum Erliegen kommen, formuliert es das DIW. Instituts-Chef Marcel Fratzscher rechnet damit, dass die Kosten für Energie nicht auf Dauer hoch bleiben.
Der Grund für diesen gedämpften Optimismus: Die jüngste Teuerung bei Öl und Gas ist merklich schwächer als inmitten der Energiekrise von 2022 und 2023. Ferner ist die Bundesrepublik heute nicht mehr so stark von fossilen Energieträgern aus der Golfregion abhängig wie seinerzeit von Lieferungen aus Russland, erklären die Fachleute.
Steigende Inflation belastet die Menschen direkt
Stärkere Auswirkungen wird der Iran-Konflikt den DIW-Forschern zufolge jedoch bei der Teuerungsrate haben. Diese soll im aktuellen Jahr auf 2,4 Prozent klettern. Zum Abgleich: Im Vorjahr betrug die Inflation noch 2,2 Prozent.
Zu Beginn der Woche kletterte der Preis für ein Fass Brent-Rohöl auf beinahe 120 Dollar. Der Preis für Gas an den Handelsplätzen hat sich den DIW-Angaben nach sogar fast verdoppelt. Das verteuert den Alltag für uns alle.
Was, wenn die Lage eskaliert?
Die Experten skizzieren aber auch ein Krisenszenario: Falls der Konflikt im Iran sich zuspitzt und die Energiekosten innerhalb von zwei Quartalen um mehr als die Hälfte steigen, hätte dies gravierende Konsequenzen. Dann müsste die Europäische Zentralbank die Leitzinsen anheben, was die Konjunktur ausbremst.
Am Ende würde die Inflationsrate in diesem Szenario im Jahr 2026 auf 2,8 Prozent klettern und die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozentpunkte zurückgehen. Ein deutlicher Rückschlag für die Wirtschaft und deinen Kontostand.
Die Analysen der Fachleute verdeutlichen die angespannte Situation. Auch wenn die deutsche Ökonomie als Ganzes standhaft genug erscheint, wird jeder von uns die Auswirkungen im Geldbeutel merken. (red)
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