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Es wird immer schlimmerTrump verfällt in einen regelrechten Rausch

US-Präsident Donald Trump kommt Ende Mai am Weißen Haus an.

Copyright: IMAGO/ZUMA Press Wire

US-Präsident Donald Trump kommt Ende Mai am Weißen Haus an.

Aktualisiert:

Statt Terminen sollte es „Zeit für Amtsgeschäfte“ geben. Doch Donald Trump nutzte den Tag für einen Social-Media-Marathon – mit mehr als 50 Posts, KI-Fantasiebildern und Attacken auf Gegner. Einige Motive wirken dabei reichlich bizarr.

Donald Trump (79) hat einen eigentlich ruhigen Samstag im Weißen Haus in einen wilden Social-Media-Tag verwandelt.

Laut US-Medien stand in seinem öffentlichen Terminkalender (eigentlich) nur ein Punkt: „Zeit für Amtsgeschäfte“ („Executive Time“). Doch stattdessen fiel er in einen regelrechten Posting-Rausch: Über rund sechs Stunden soll Trump auf Truth Social mehr als 50 Inhalte geteilt oder weiterverbreitet haben – eine Mischung aus Memes, KI-generierten Fantasiebildern und politischen Angriffen.

Unter den auffälligsten Motiven: Bilder, die Trump hoch zu Ross zeigen – an seiner Seite niemand Geringeres als George Washington, im Hintergrund eine NASCAR-Rennstrecke. Dazu tauchte ein weiteres KI-Bild auf, das Trump riesig über Grönland zeigt, versehen mit den Worten: „Hallo, Grönland!“

Donald Trump hat innerhalb weniger Stunden mehr als 50 Inhalte auf Truth Social geteilt.

Copyright: Truth Social/@realDonaldTrump

Donald Trump hat innerhalb weniger Stunden mehr als 50 Inhalte auf Truth Social geteilt.

Auch ein martialisches Motiv machte die Runde: Trump als militärischer Kommandeur, hinter ihm Explosionen und Kampfjets – darunter der Spruch: „Du bist jetzt völlig verwirrt.“ Der Post spielt laut Bericht auf Trumps frühere Behauptung an, eine geheime US-Waffe mit dem Spitznamen „Discombobulator“ habe bei der Festnahme von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro geholfen. Das Wort bedeutet  umgangssprachlich so viel wie verwirren, durcheinanderbringen. Es könnte auch eine Anspielung auf eine Waffe im Computerspiel „World of Warcraft“ sein, mit der man das Ziel in einen Gnom verwandeln konnte.

Auch Obama wurde erneut zum Ziel

Neben den Fantasie-Posts kehrte Trump offenbar auch zu alten Fehden zurück, auch Ex-Präsident Barack Obama wurde erneut zum Ziel: Trump verbreitete mehrere Memes, unter anderem eines, das die Obama-Präsidentenbibliothek als riesigen Mülleimer darstellt – ein anderes gab Obama und Joe Biden die Schuld an Problemen am Pool beim Lincoln Memorial.

Auch Obama wurde erneut Ziel von Trumps Social-Media-Attacke.

Copyright: Truth Social/@realDonaldTrump

Auch Obama wurde erneut Ziel von Trumps Social-Media-Attacke.

Dazu kamen „Trump-Klassiker“: In mehreren Beiträgen wurden „Bidens Lösung“ und „Trumps Lösung“ gegenübergestellt – bei Themen wie Diebstahl, Ladendiebstahl, Hausbesetzungen, Fentanyl oder illegaler Einwanderung. Die Trump-Version endete dabei meist mit Festnahmen, Haft oder Abschiebung.

Zwischendurch tauchten zudem mehrere Bilder von Chinas Staatschef Xi Jinping auf – inklusive eines Posts, der Trumps Wunsch nach einem großen Ballsaal im Weißen Haus streifte. Trump verwies dabei auf Pekings Große Halle des Volkes als Vorbild für einen repräsentativen Veranstaltungsort und beklagte sinngemäß, Demokraten würden sich seinem Projekt in den Weg stellen.

Trumps Feed – ein ungefilterter Strom seiner Obsessionen

Laut Bericht laufen am Ostflügel des Weißen Hauses bereits Bauarbeiten für ein 400-Millionen-Dollar-Projekt, das Trump als „Geschenk an die Vereinigten Staaten“ bezeichnet. Zusätzlich behauptete er demnach, der Ballsaal werde ein großes unterirdisches Bunkersystem verbergen – mit Militärkrankenhaus, Besprechungsräumen und streng geheimen Forschungseinrichtungen.

Ein weiteres KI-Motiv spielte auf diese Zukunftsvisionen an: Zu sehen war ein futuristischer Drohnenhafen auf dem Dach des Weißen Hauses, während Fluggeräte darüber kreisten.

Am Ende wirkte Trumps Feed wieder einmal weniger wie eine durchdachte Kommunikationsstrategie – und eher wie ein ungefilterter Strom seiner Obsessionen: Grönland, militärische Macht, Drohnen – und vor allem er selbst. (mg)

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