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Erkannt, wer ihn brachte?Hinter Glas versteckt: Trump darf Pokal tätscheln

Donald Trump fasst den WM-Pokal an.

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Donald Trump durfte mitten im WM-Finale den Pokal anfassen.

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Donald Trump darf schon vor der Übergabe den Pokal betatschen. Möglich macht das eine Fußball-Legende.

Skurrile Szene mitten im WM-Finale: Während auf dem Rasen Spanien und Argentinien um den Titel kämpften, zeigte die Regie plötzlich eine Glasscheibe.

Aus gutem (?) Grund: Dahinter saßen schließlich wichtige Leute. US-Präsident Donald Trump, Fifa-Boss Gianni Infantino und First Lady Melania verfolgten das Endspiel zwischen Spanien und Argentinien hinter der Scheibe – wohl aus Sicherheitsgründen.

Doppel-Weltmeister brachte Donald Trump den WM-Pokal

Plötzlich bekam Trump den WM-Pokal gereicht, den er somit schon vor der offiziellen Übergabe nach dem Abpfiff betatschen durfte.

ZDF-Kommentator Oliver Schmidt sah das gar nicht gerne. „Und das ist der Verstoß gegen alle Regeln, wenn der WM-Pokal extra dem Präsidenten auf den Schoß gelegt wird“, schimpfte er. Laut Fifa dürfen allerdings neben Weltmeistern – früheren und amtierenden – auch Staatsoberhäupter den Pokal anfassen.

Wer genau hingesehen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass es in der Tat ein Weltmeister war, der Trump den Pokal zum Tätscheln hinhielt: Brasiliens einstiger Stürmer-Star Ronaldo, der 1994 in den USA (allerdings ohne Einsatz) und 2002 – im Finale gegen Deutschland – in Südkorea und Japan mit Brasilien den Titel holte.

Ronaldo war wenig später dann nochmal gefordert: Bei der Halbzeitshow fuhr er gemeinsam mit seinem Landsmann Ronaldinho Popstar Madonna in einem Wagen ins Stadion, während die Sängerin performte. Dafür war er vom schwarzen Anzug in einen blauen Trainingsanzug geschlüpft.

Trump war kurz vor dem Anpfiff im MetLife Stadium eingetroffen. Nach seiner Landung mit einem Hubschrauber in East Rutherford vor den Toren New Yorks nahm Trump zum Abschluss der Zeremonie mit seiner Ehefrau Melania und Infantino in der Loge Platz, als ihn die Kamera während der Nationalhymne einfing, gab es vereinzelt Pfiffe und „USA“-Rufe.

Trump hatte die Stadien während des Turniers gemieden, war aber durch den Skandal um die zurückgenommene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun lange präsent. Der 80-Jährige hatte Infantino angerufen und um die Annullierung der Roten Karte gebeten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands Fifa setzte die Sperre tatsächlich zur Bewährung aus. Es folgte ein Sturm der Entrüstung, Balogun kam im Achtelfinale gegen Belgien zum Einsatz, doch die USA verloren das Spiel deutlich (1:4).

Vor dem Finale hatte Trump beim TV-Sender Fox angekündigt, das Turnier „sofort“ wieder in die USA holen zu wollen. „Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin. Hörst du das, Gianni“, sagte der Präsident in Richtung von Weltverbandschef Infantino. Trump hatte bereits zuvor eine erneute Bewerbung seines Landes für eine WM angekündigt.

Bereits zwei Tage vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien hatte Trump im Trump Tower in New York seine Sicht auf die Fußball-WM verbreitet. „Ich dachte, wir seien kein Fußball-Land. Es stellte sich heraus, dass wir eines sind. Ich glaube, das wird so bleiben“, sagte Trump.

„Dies war und ist nicht nur die großartigste Weltmeisterschaft aller Zeiten. Es ist das großartigste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je erlebt und gesehen hat“, sagte Infantino zu diesem Anlass und wandte sich an Trump, der zwar „keine Komplimente“ brauche, „aber diese Weltmeisterschaft wäre ohne Sie nicht so ein unglaublicher Erfolg gewesen“. (are/sid/dpa)

Die FIFA ermittelt nach den Vorfällen nach dem Ende des WM-Endspiels.
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