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Handels-Gipfel in ParisUSA und China ringen um Frieden – doch neuer Streit bahnt sich an

Handelsgespräche zwischen den USA und China in Frankreich

Copyright: Wu Huiwo/XinHua/dpa

Die sechste Runde der Handelsgespräche zwischen den USA und China hat begonnen. Sie findet in Paris am Sitz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) statt.

Paris, Stadt der Liebe? Von wegen! Hier kämpfen die USA und China um eine Lösung in ihrem knallharten Wirtschaftskonflikt. Doch während die Gespräche laufen, gibt es schon wieder Ärger aus den USA – und der könnte auch Europa treffen.

Eine Bestätigung der staatlichen chinesischen Agentur Xinhua macht es offiziell: In der französischen Hauptstadt haben Delegierte aus den Vereinigten Staaten und China eine frische Verhandlungsrunde zum Handel gestartet. Diese Konsultationen dienen der Vorbereitung eines potenziellen Gipfels zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi Jinping, der für Ende März in China anvisiert ist.

Nächste Drohung aus den USA: EU ebenfalls im Fadenkreuz

Die Atmosphäre bei den Verhandlungen ist extrem angespannt. Der Grund: Erst vor wenigen Tagen hat die US-Regierung neue Ermittlungen wegen vermuteter Überkapazitäten in bedeutenden Wirtschaftszweigen bekannt gegeben. Ein Vorgehen, das nicht allein auf China zielt, sondern eine Reihe weiterer Handelspartner betrifft, wozu auch die Europäische Union zählt.

Peking reagierte prompt: Die Anschuldigungen wurden zurückgewiesen und man behielt sich eigene Schritte vor. Zugleich kamen aus China aber auch beschwichtigende Töne. In einem Kommentar des Parteiorgans „Volkszeitung“ wurde die Hoffnung geäußert, die frische Verhandlungsrunde möge „ein guter Start für eine positive wirtschaftliche Interaktion zwischen China und den USA in diesem Jahr“ sein.

Kurze Atempause nach Korea-Treffen

Seit dem Start von Trumps zweiter Amtszeit ist dies schon die sechste Verhandlungsrunde in dem verbissen geführten Wirtschaftskonflikt. Im Vorjahr belegte die US-Regierung chinesische Produkte mit Sonderzöllen. Peking antwortete darauf mit eigenen Abgaben und schränkte zudem die Ausfuhr bedeutender Rohstoffe ein.

Eine Art Waffenruhe wurde nach einer persönlichen Begegnung von Trump und Xi im letzten Herbst in Südkorea vereinbart, woraufhin beide Kontrahenten einige ihrer Sanktionen aufhoben. Dennoch sind zahlreiche Streitpunkte weiterhin offen. Themen wie Zölle, staatliche Förderungen, die Kontrolle von Technologien sowie der Zugang zum jeweils anderen Markt liefern weiterhin reichlich Konfliktpotenzial.

Ob bei den Verhandlungen auch der Krieg im Iran zur Sprache kommen würde, war anfangs offen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldete. Für Peking ist das Thema brisant: Ein beträchtlicher Anteil der chinesischen Ölimporte stammt aus der Nahost-Region. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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