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China-Deal unter VerdachtEU prüft Übernahme von MediaMarkt wegen Staats-Geldern

Media Markt und Saturn

Copyright: Armin Weigel/dpa

Die MediaMarktSaturn Retail Group gehört heute zum Handelsunternehmen Ceconomy. (Archivbild)

MediaMarkt-Deal auf der Kippe? EU ermittelt gegen China.

Zittern um MediaMarkt und Saturn! Der geplante Verkauf an einen Konzern aus China wackelt gewaltig. Brüssel hat einen üblen Verdacht und leitet eine Untersuchung ein: Lief alles mit rechten Dingen ab?

Die geplante Übernahme von MediaMarktSaturn, dem größten Elektronikhändler Europas, durch den chinesischen Online-Handelsgiganten JD.com wird nun von der Europäischen Kommission eingehend geprüft. Der Grund für die intensive Prüfung ist ein gravierender Vorwurf.

Die Behörde in Brüssel gab bekannt: „Die vorläufige Untersuchung deutet darauf hin, dass JD.com möglicherweise ausländische Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren könnten“. Im Klartext stellt sich die Frage, ob hier mit unlauteren Methoden agiert wurde.

Staatshilfen aus China im Fokus

Die Kommission äußert spezifische Sorgen, dass Finanzmittel, die eventuell von der chinesischen Regierung an JD.com gezahlt wurden, den gesamten Kaufvorgang verzerrt haben. Konkret wird vermutet, dass JD.com sich durch diese Unterstützung – etwa durch Vorzugsfinanzierungen, steuerliche Vorteile und Beihilfen – ein besseres Angebot als die Wettbewerber vorlegen konnte.

Aber das ist noch nicht die einzige Befürchtung. Die EU-Institution ist ebenfalls besorgt, dass „die Transaktion es dem fusionierten Unternehmen ermöglichen könnte, Investitions- und Geschäftsstrategien zu verfolgen, die sich auf die Wettbewerbsbedingungen im EU-Binnenmarkt auswirken könnten“.

Klarheit erst im Herbst

Der Countdown läuft: Bis zum 2. Oktober muss die EU-Kommission zu einem finalen Entschluss kommen. Die Behörde hob dabei hervor, dass der Ausgang des Verfahrens in alle Richtungen offen ist.

Sein Kaufangebot hatte JD.com schon im Sommer des Vorjahres unterbreitet. Nur kurze Zeit danach sicherte sich der Konzern die Aktienmehrheit an Ceconomy, der Muttergesellschaft von MediaMarktSaturn. Außer der EU müssen auch noch Behörden in Deutschland, Spanien und Österreich zustimmen. Aus dem Umfeld des Unternehmens verlautet, dass man mit einer Freigabe im zweiten Halbjahr rechnet.

Ein Schwergewicht im deutschen Handel

Bei MediaMarktSaturn handelt es sich um keinen kleinen Fisch. Die Kette ist der führende Händler für Elektronik in Europa und rangiert in Deutschland hinter Amazon, Otto und Zalando auf Platz vier der größten Online-Shops. JD.com wiederum ist mit Einnahmen von fast 159 Milliarden US-Dollar (2024) und circa 570.000 Mitarbeitenden der größte Handelskonzern Chinas und zählt global zu den Top Ten. Die Aktivitäten hierzulande sind bislang begrenzt; erst im März ging der Online-Shop Joybuy an den Start. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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