Großdemo in Essen: Tausende gegen rechten Aufmarsch
Essen wehrt sichTausende protestieren gegen Aufmarsch der Partei Die Heimat

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Rund 4.500 Menschen werden bei den Gegendemos erwartet. (Symbolbild)
In Essen braut sich was zusammen: Für Freitag wird mit dem Protest von mehreren tausend Personen gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ gerechnet. Ein breites Bündnis aus Politik, Gewerkschaften, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Gruppen hat zum Widerstand mobilisiert. Die Polizei meldet, dass circa 25 Gegenveranstaltungen angemeldet wurden. Die Organisatoren erwarten insgesamt etwa 4.500 Demonstrierende, weshalb sich die Polizei auf eine umfangreiche Operation vorbereitet.
Die Partei „Die Heimat“, welche vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch bewertet wird, hat ihre Anhängerschaft aus dem ganzen Bundesgebiet für die Versammlung in Essen zusammengetrommelt. Laut Polizei wurden für diese Veranstaltung 500 Personen registriert.
Widerstand gegen rechte Vereinnahmung
Das Ziel sei es, den Tag der Arbeit vor rechter Hetze zu bewahren, erklärte Sonja Baumann von der Initiative „Essen stellt sich quer“. Baumann warnte davor, dass die rechte Szene gezielt versuche, junge Leute über Social-Media-Kanäle anzusprechen und für ihre Weltanschauung zu begeistern. Es sei zu erwarten, dass bei der Versammlung von „Die Heimat“ zahlreiche gewaltbereite Neonazis anwesend sein werden. Daher sei ein breiter, zivilgesellschaftlicher Widerstand dagegen essenziell.
Was hinter dem Namen „Die Heimat“ steckt
Die Bezeichnung „Die Heimat“ existiert für die Partei erst seit dem Jahr 2023. Zu diesem Zeitpunkt beschloss die als rechtsextrem bekannte NPD, sich einen neuen Namen zu geben. Gemäß der damaligen Erklärung sollte die neue Benennung einen Begriff von Heimat hervorheben, der Menschen ohne deutsche Abstammung sowie in der Bundesrepublik lebende Migranten explizit nicht einschließt.
Die Verfassungsschützer in Nordrhein-Westfalen haben die Partei im Visier. Sie heben hervor, dass die Gruppierung „eine rechtsextremistische Ideologie, die auf dem Prinzip der Volksgemeinschaft basiert und sich vor allem durch Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus hervortut“ vertritt.
Dauer-Zoff um Parteizentrale in Essen
Ein jahrelanger Konflikt in Essen dreht sich um die Verwendung eines Gebäudes als Landesgeschäftsstelle der Partei. Die Stadtverwaltung hatte „Die Heimat“ untersagt, das Gebäude für Zusammenkünfte zu nutzen. Nachdem die Partei jedoch juristisch dagegen vorging, musste die Stadtverwaltung diese Anordnung vorläufig wieder aufheben. (dpa/red)
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