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An der BelastungsgrenzeDIHK senkt Prognose drastisch, viele Firmen wollen Personal abbauen

Containerwirtschaft im Hamburger Hafen

Copyright: Markus Scholz/dpa

Stimmung in Unternehmen so schlecht wie zu Corona-Zeiten

Folgen

Düstere Prognose: Jeder vierte Betrieb will Stellen kürzen

Düstere Aussichten für Deutschlands Wirtschaft, was auch für unzählige Arbeitsplätze in Köln und Umgebung nichts Gutes verheißt. Eine frische Vorhersage trifft wie ein Keulenschlag – die Ursachen dafür bilden einen brisanten Cocktail.

Ihre wirtschaftliche Voraussage für das laufende Jahr wurde von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) massiv nach unten korrigiert. Anstelle der ursprünglich angenommenen 1,0 Prozent Zuwachs prognostiziert der Verband jetzt lediglich einen kümmerlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent.

Helena Melnikov, die Hauptgeschäftsführerin der DIHK, bezeichnet die Lage als eine veritable Doppelkrise: „Zu den Strukturproblemen in Deutschland kommen die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Nahen Osten hinzu. Geschwächt durch drei Jahre Rezession und Stagnation fühlen sich viele an ihrer Belastungsgrenze.“

Mit dieser Einschätzung zeigt sich die DIHK sogar noch schwarzmalerischer als die Bundesregierung. Diese hatte ihre eigene Voraussage erst vor einem Monat auf 0,5 Prozent reduziert. Es wird erwartet, dass auch die „Wirtschaftsweisen“ bei der Präsentation ihres Frühjahrsgutachtens am Mittwoch ihre Annahmen erheblich absenken werden.

Moral am Boden: Die bittere Realität für deutsche Firmen

Laut DIHK hat sich die Laune in den deutschen Betrieben im Frühsommer flächendeckend verschlechtert. Eine Umfrage zur Konjunktur ergab, dass die Firmen ihre aktuelle wirtschaftliche Situation so düster einschätzen wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr.

Die Ergebnisse sind ein Warnsignal: Über ein Viertel der Betriebe stuft die eigene Situation als miserabel ein, während lediglich 23 Prozent sie als positiv bewerten. Für die nächsten zwölf Monate erwartet ein Drittel der Unternehmen eine weitere Verschlechterung der Geschäfte, was einem Zuwachs von acht Prozentpunkten gegenüber dem Jahresbeginn entspricht.

Energiekosten als Damoklesschwert für die Wirtschaft

Die hohen Preise für Energie und Rohstoffe werden von 70 Prozent der Firmen als die größte unternehmerische Gefahr angesehen. „Die zuletzt massiv gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sind für viele Betriebe der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“, erklärt Melnikov.

Diese Belastung durch hohe Kosten betrifft beinahe sämtliche Industriezweige. Unmittelbar nach Beginn des Krieges schnellten nicht nur die Preise für Öl, Gas und Kraftstoff in die Höhe, sondern auch für essenzielle Werkstoffe wie Baumaterialien und Kunststoffe.

Job-Beben droht: Jeder vierte Betrieb will Stellen streichen

Diese gedrückte Atmosphäre wirkt sich direkt auf die Bereitschaft zu investieren aus. Lediglich 22 Prozent der Firmen haben vor, ihre Ausgaben für Investitionen zu erhöhen, wohingegen über ein Drittel gezwungen ist, die Budgets zu verkleinern.

Und nun die Nachricht, die für viele Beschäftigte ein Schock sein dürfte: Laut der Umfrage erwägt beinahe jeder vierte der teilnehmenden Betriebe einen Personalabbau. Das ist ein alarmierendes Signal, das die Dramatik der Situation verdeutlicht.

Aus diesem Grund richtet die Deutsche Industrie- und Handelskammer einen unmissverständlichen Appell an die Bundesregierung: Die Kosten für Energie und Arbeit sowie die Steuerlast müssen umgehend gesenkt werden. Außerdem sei ein Abbau von Bürokratie und Meldepflichten dringend erforderlich. Die Ampel-Regierung plant, noch vor der parlamentarischen Sommerpause ein umfassendes Paket mit Reformen zu schnüren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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